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Impfungen im Saarland starten mit mobilen Teams in Pflegeheimen

Start nach Weihnachten : Im Januar 36 000 Dosen Impfstoff fürs Saarland

Am Montag wird das OK zum ersten Vakzin in der EU erwartet. In Saar-Heimen wird wohl direkt nach Weihnachten geimpft.

Während für Montag die EU-Empfehlung für eine Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs erwartet wird, laufen bundesweit letzte Vorbereitungen für den Start einer historischen Impfkampagne. Bund und Länder wollen sich Anfang der Woche über weitere Details abstimmen. Die formelle Zulassung des Vakzins des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer wird für Dienstag erwartet. Am Sonntag hieß es zudem, im Januar sei auch mit der EU-Zulassung des Impfstoffs von Moderna zu rechnen, der seit dem Wochenende in den USA verimpft wird.

Wie die SZ erfuhr, sollen direkt nach Weihnachten im Saarland voraussichtlich zunächst die acht mobilen Impfteams erste Einsätze in Alten- und Pflegeheimen starten. In den drei großen Impfzentren sollen ab dem 4. Januar die ersten Spritzen gesetzt werden. Das Saar-Gesundheitsministerium machte am Sonntag keine Angaben darüber, wie viele Impfdosen für das Saarland zunächst zur Verfügung stehen.

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte aber am Sonntag der SZ, dass bundesweit bis Ende Januar zunächst drei bis vier Millionen, bis Ende März elf- bis 13 Millionen Impf-Dosen zur Verfügung stehen und diese nach dem Bevölkerungsanteil auf die Länder verteilt würden.

Dem Saarland stehen damit in den ersten vier Wochen mindestens 36 000 Dosen, im ganzen ersten Quartal mindestens 132 000 Dosen zu. Um die Impfwirkung von rund 95 Prozent zu erreichen, sind zwei Spritzen binnen drei Wochen erforderlich. Nach einer Bundesverordnung sollen Ältere über 80 Jahre, Bewohner und Personal in Pflegeheimen zuerst zum Zug kommen. Bundesweit können nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Jahr 2021 rund 68 Millionen Bürger zwei Impfdosen erhalten.

Die drei Saar-Impfzentren sind laut Ministerium einsatzbereit. In Neunkirchen und Saarlouis werden täglich bis zu 1000, im alten Saarbrücker Messegelände maximal 2000 Impfungen pro Tag möglich sein. Gearbeitet werden soll im Zwei-Schicht-System – an den kleineren Zentren von je 70 bis 78 Personen, darunter 18 Ärzten, in Saarbrücken von der doppelten Zahl. Zu den Zentren gehören je zwei mobile Impfteams – in in Saarbrücken vier.