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Impfstart im Saarland in vier Heimen

241 Dosen verimpft : Saarland startet Impfkampagne – Januar-Termine schon ausgebucht

In vier Alten- und Pflegeheimen waren gestern Teams im Einsatz. Heute öffnen die Impfzentren. Bei der Anmeldung gab es erste Pannen. Bis Ende Januar soll es 27 000 Impfungen geben.

Im Saarland hat am Sonntag wie in ganz Deutschland die wohl größte Impfkampagne der Geschichte begonnen. Mobile Teams setzten in vier Alten- und Pflegeheimen in Losheim, Nonnweiler, Püttlingen und Heusweiler-Holz 241 Spritzen mit dem Anti-Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Konzerns Pfizer. An diesem Montagmorgen, um 9 Uhr, soll zudem in den drei Zentren in Saarbrücken, Neunkirchen und Saarlouis die Impfung für jene beginnen, die nicht im Heim leben. Insgesamt sollen in einer ersten Impf-Welle, die wohl bis ins Frühjahr dauern wird, im Saarland 76 000 Menschen über 80 und 10 000 Mitarbeiter in der Altenpflege, in Notaufnahmen, auf Intensivstationen, im Rettungsdienst in der Onkologie und ähnlichen Bereichen den Impfstoff erhalten.

Am Samstag war an einem geheimen Lagerstandort im Saarland eine erste Teillieferung von 9750 Impfdosen eingetroffen. Bis Ende Januar erwartet das Saarland über 50 000 Dosen des Biontech-Vakzins. Ein Teil wird zurückgehalten, um die notwendige Wiederholung der Impfung der ersten Kandidaten nach drei Wochen sicherzustellen. Bis Ende Januar soll es daher vorerst insgesamt nur 27 000 Impftermine geben, wie Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Sonntag erklärte. Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf den Heimen: Für die mobilen Teams stehen zunächst pro Werktag 500 Impfdosen zur Verfügung. In den Impfzentren werden in Saarlouis und Neunkirchen je 100, in Saarbrücken 200 Spritzen am Tag gesetzt.

Alle derzeit absehbaren 12 000 Impftermine in den drei Zentren waren bereits am ersten Weihnachtstag ausgebucht, nachdem ab Heiligabend eine Hotline und eine Internetseite für die Anmeldung freigeschaltet waren. Für rund fünf Stunden musste die Anmeldung unterbrochen werden, weil irrtümlich auch Termine am Neujahrsmorgen ab 8 Uhr vergeben worden waren, obwohl die Impfzentren da eine Stunde später öffnen. Bevor weitere neue Anmeldungen angenommen wurden, kontaktierten Ministeriums-Mitarbeiter die Betroffenen und buchten sie auf freie Termine um.

Allerdings besteht laut Gesundheitsministerium die Aussicht, dass im Januar weitere Termine vergebenen werden können, sobald zusätzlicher Impfstoff da ist. Erwartet werden Lieferungen des Vakzins von Moderna. Die Impfzentren sind auf 4000 Impfungen am Tag ausgelegt.