Gute-Kita-Gesetz im Saarland: Evangelische Kindertagesstätten senken Elternbeiträge

Nach Gute-Kita-Gesetz : Evangelische Kitas senken Elternbeiträge

Auch der Verbund der Evangelischen Kindertageseinrichtungen im Saarland senkt die Elternbeiträge. Die Beitragssenkungen liegen zwischen zehn und 20 Prozent, sagte Geschäftsführer Lutz Albersdörfer auf SZ-Anfrage.

Für das laufende Kita-Jahr seien Tarifsteigerungen für das Personal schon eingerechnet.

Seit 1. August zahlen Eltern für einen Krippenplatz pro Monat 329 Euro, 37 Euro weniger als zuvor. Ein Regelplatz im Kindergarten mit sechsstündiger Betreuung sinkt um 30 Euro auf 94 Euro. Der Ganztagesplatz kostet nun 173 Euro, statt bisher 218 Euro. Bislang habe man die teureren, da personalintensiveren Krippenplätze durch die Beiträge aus dem Kindergarten quersubventioniert. Dies sei mit dem neuen Gesetz nicht mehr möglich. Daher falle die Ermäßigung bei den Krippenplätzen geringer aus, erklärte Albersdörfer.

Der Verbund Evangelischer Kindertageseinrichtungen ist für den Teil des Saarlandes zuständig, der zur Rheinischen Landeskirche gehört. 31 der 39 evangelischen Kitas sind im Verbund organisiert. Rund 2000 Kinder werden hier betreut. Die Beitragssenkung müssen die Träger im Saarland umsetzen, da das Land die Entlastung gesetzlich zum 1. August festgeschrieben habe. Trugen bisher die Eltern bis zu 25 Prozent der Personalkosten in Krippen und Kitas, ist der Anteil nun auf 21 Prozent gedeckelt. Zum 1. August 2020 soll dieser Anteil auf 17 Prozent sinken. „Für die Eltern ist die Entlastung sehr gut“, sagt Albersdörfer, „wir als Träger hätten uns jedoch gewünscht, dass mehr Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz in die Verbesserung der Qualität gesteckt worden wäre.“

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