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Grünen-Chef von Saarlouis Hubert Ulrich nach Präsenzsitzung unter Druck

Heftige Kritik aus der eigenen Partei : Saarlouiser Grünen-Chef Ulrich nach Präsenzsitzung unter Druck

Nach einer Präsenzsitzung der Saarlouiser Grünen, nach der alle rund 20 Teilnehmer in Quarantäne mussten, gerät der lokale Parteichef Hubert Ulrich in die Kritik.

Der Kreisvorsitzende Klaus Kessler warf Ulrich Leichtsinn und Verantwortungslosigkeit vor. Ulrich solle „die Konsequenzen seines Handelns zukünftig besser überprüfen“. Kessler hatte an der Versammlung am 22. Februar im Theater am Ring, deren Referent später positiv getestet wurde, selbst teilgenommen. Sein Hinweis, dass auch am Platz Masken zu tragen seien, sei mit dem Hinweis auf die weiten Abstände abgelehnt worden. Außer ihm selbst, so Kessler, hätten nur noch wenige Personen am Platz eine Maske getragen, Ulrich habe dies nicht getan – was Ulrich anders darstellt.

Kessler erklärte, eine solche offene Sitzung, an der theoretisch hunderte Mitglieder hätten teilnehmen können, hätte eigentlich nicht stattfinden dürfen. Der Veranstalter habe sich auch nicht an die Vorschriften gehalten und die Gesundheit der Anwesenden aufs Spiel gesetzt. Laut Kessler gab es keine Anwesenheitsliste, um mögliche Infektionen zurückverfolgen zu können. Ulrich hatte hingegen betont, die Regeln seien eingehalten worden. Der Kreisverband forderte, auf Präsenzsitzungen generell zu verzichten.