Großkontrolle der Polizei in Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Rund 100 Beamte im Einsatz : Großkontrolle der Polizei in Saarbrücken

Polizeikräfte und Zoll haben am Dienstag eine Großkontrolle in Saarbrücken durchgeführt.

Am Grenzübergang an der Goldenen Bremm waren vom Nachmittag an knapp 90 Beamte von Polizei und Bundespolizei, des Hauptzollamts aus dem Saarland und aus Frankreich im Einsatz. Sie überprüften bis zum Abend mehrere hundert Autos und Lkw. Die Kooperation sei ein Gewinn für alle, sagte Udo Genetsch, Einsatzleiter der Landespolizei.

Sechs Stunden dauerte die Großkontrolle. Im Großen und Ganzen habe es relativ wenige Beanstandungen gegeben, hieß es nach Abschluss. Auffällig sei lediglich die hohe Zahl an Verstößen gegen Sozialvorschriften gewesen. Als gegen Regelungen, die Berufsfahrer schützen sollen. Hier zählten die Behörden insgesamt 39 Verstöße, überwiegend gegen Lenk- und Ruhezeiten.

Drei Autofahrern entnahm man Blutproben. Sie standen laut Polizeiangaben unter Drogeneinfluss. Gegen drei weitere Personen lagen Haftbefehle vor.

Auch Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU) verschaffte sich am Nachmittag einen persönlichen Eindruck von der Aktion der Sicherheitskräfte. „Wir wollen die Verkehrssicherheit testen“, sagte Bouillon. Aber man bekämpfe auch die Schleuserkriminalität und überlege, öfters eine Schleierfahndung durchzuführen, so der Minister. „Weil es verstärkte Hinweise darauf gibt, dass immer mehr Migranten aus Spanien kommen.“

Ein besonderes Augenmerk der Polizisten lag gestern auf jungen Autofahrern – nicht nur aus dem Saarland. „In der Großregion sind die Unfallzahlen bei jungen Fahrern überall angestiegen“, erklärte Polizei-Pressesprecher Falk Hasenberg.

Im Saarland fielen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren im vergangenen Jahr als Verursacher von Autounfällen zwar hinter die 25- bis 34-Jährigen zurück. Beide Altersgruppen liegen in der Verkehrsunfallstatistik der Polizei jedoch mit weitem Abstand vorne.

Jenseits der Grenze gibt es ähnliche Auffälligkeiten: Im Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle waren junge Fahrer zwischen 2012 und 2016 in mehr als ein Drittel aller Verkehrsunfälle involviert. Das geht aus dem so genannten Verkehrslagebild der Großregion hervor.

Bei der Großkontrolle in Saarbrücken mussten aber auch etliche Lkw stoppen. Der Zoll überprüfte ihre Ladung an. Außerdem ging es um die Verkehrssicherheit des Güterverkehrs. Über den Köpfen der Beamten hatte eine Drohne der Landespolizei den gesamten Einsatzort im Blick.

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