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Gottesdienste ab Mai in Rheinland-Pfalz wieder möglich

Im Saarland weiter Sperre : Gottesdienste ab Mai in Rheinland-Pfalz wieder möglich

Gottesdienste sollen in Rheinland-Pfalz in der Corona-Krise unter strengen Schutzauflagen ab Mai wieder möglich sein. Für das Saarland gibt es aktuell noch keinen entsprechenden Vorstoß, die Verhandlungen zwischen Kirche und Landesregierung laufen.

„Die Landesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land wollen gemeinsam sehr schnell gute Lösungen für die Gläubigen finden“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Telefonkonferenz mit den führenden Vertretern der rheinland-pfälzischen Bistümer und Landeskirchen. Kirchen und Religionsgemeinschaften, die überzeugende Schutzkonzepte vorlegten, sollten nach dem 30. April wieder zu Gottesdiensten einladen dürfen. Sie werde in den kommenden Tagen dazu auch Gespräche mit der jüdischen Gemeinschaft und mit dem Runden Tisch Islam führen, sagte Dreyer. Die Ministerpräsidentin dankte den Kirchen ausdrücklich dafür, dass sie die Corona-Maßnahmen der vergangenen Wochen so entschieden mitgetragen hätten. Es sei beeindruckend gewesen, wie kreativ die Kirchen in der gegenwärtigen Situation das Osterfest gestaltet hätten. Die Eckpunkte über Gottesdienstregelungen sollen in der kommenden Woche mit Bund und Ländern abgestimmt werden.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing dankte der Ministerpräsidentin laut Mitteilung der Staatskanzlei dafür, dass die Landesregierung den religiösen Belangen der Menschen eine solche Aufmerksamkeit zukommen lasse. Die bisherige Klarheit und Besonnenheit des politischen Handelns im Bund und in den Ländern in der Pandemie sei „stark und gut“ gewesen, die ständige Transparenz hilfreich.

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad lobte, dass es aufgrund der Initiative der Ministerpräsidentin zu einem konstruktiven Austausch mit den Kirchen über das schrittweise Wiederfeiern von Gottesdiensten gekommen sei. Bis Mitte kommender Woche würden die Kirchen abgestimmte Schutzkonzepte und Regelungen vorlegen. „Unter diesen Voraussetzungen ab dem 3. Mai unsere Kirchen wieder für Gottesdienste zu öffnen, trägt sowohl den notwendigen Schutzanforderungen Rechnung als auch dem Grundrecht auf freie Religionsausübung“, sagte Schad. Gemeinsam mit der Trierer Bistumsleitung und dem Katholischen Büro Saarbrücken sollen die Gespräche mit der saarländischen Landesregierung weitergeführt werden.

Die Ministerpräsidentin und die Spitzen der Kirchen seien sich darin einig, dass eine schrittweise Wiederzulassung öffentlicher Gottesdienste nach dem 30. April noch keine Rückkehr zu den Verhältnissen vor der Pandemie bedeuten könne, heißt es weiter. Es müsse vor Ort sehr genau geschaut werden, ob die Schutzmaßnahmen tatsächlich eingehalten würden.

(epd)