1. Saarland
  2. Landespolitik

Gesundheitsministerium: Schließung der Klinik Dudweiler „nachvollziehbar“

Keine Patientengefährdung : Ministerium: Schließung der Klinik Dudweiler „nachvollziehbar“

Die Schließung hatte vor allem in der Kommunalpolitik für Unmut gesorgt.

Das saarländische Gesundheitsministerium hat keine Einwände gegen die geplante Schließung des Krankenhaus-Standortes Dudweiler und die Verlagerung der Betten an den Hauptstandort des Caritas-Klinikums auf dem Rastpfuhl in Saarbrücken. Die Entscheidung der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), die in der Saarbrücker Kommunalpolitik für Unmut gesorgt hatte, sei „nachvollziehbar“ und werde keine Patientengefährdung hervorrufen, antwortete die Landesregierung auf eine Anfrage von AfD-Fraktionschef Josef Dörr.

Die Entscheidung entspreche auch den Vorgaben des Krankenhausplans 2018 bis 2025. Die Konzentration und Spezialisierung von Leistungen sowie der Abbau von Doppelstrukturen, insbesondere in Ballungsgebieten, seien ein Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Daher will die Landesregierung die Aufgabe des Standorts Dudweiler und die Bettenverlagerung auf den Rastpfuhl auch finanziell fördern.

Eine Patientengefährdung schließt das Gesundheitsministerium aus. Bei einer Schließung des Standortes Dudweiler betrage die durchschnittliche Pkw-Fahrzeit zum nächsten Grundversorger 9,2 Minuten; als wohnortnah gilt demnach eine stationäre Versorgung, die in maximal 30 Minuten erreichbar ist. Nach Darstellung der Landesregierung hatte die cts bereits 2018 beantragt, die „schneidenden Fächer“ von Dudweiler auf den Rastpfuhl zu verlagern. Am 17. September 2020 beantragte die cts demnach die vollständige Verlagerung. Die Gründe dafür hat die cts in einem gemeinsamen Termin am 4. August 2020 ausführlich dargelegt. Die cts begründet die Schließung des Standortes Dudweiler mit den Defiziten und dem hohen Investitionsbedarf in Dudweiler.