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Gerichtsverfahren gegen 44-jährige Polizeihauptkommissarin geht in Berufung

Kostenpflichtiger Inhalt: Saarbrücken/Saarlouis : Fall um Hauptkommissarin beschäftigt jetzt Landgericht

Zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, hat das Schöffengericht in Saarlouis – wie berichtet – eine 44 Jahre alte Polizeihauptkommissarin verurteilt.

Dagegen haben jetzt Verteidigung und Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Der Fall wird voraussichtlich im Herbst das Landgericht Saarbrücken beschäftigen.

Das Urteil in erster Instanz erging wegen zwei uneidlicher Falschaussagen. Staatsanwalt Dennis Zahedi hatte auch den Tatbestand der „Verfolgung Unschuldiger“ angeklagt. Hier folgte ihm das Gericht nicht. Das war ein Grund für den Staatsanwalt, der eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten gefordert hatte, in Berufung zu gehen.

Verteidiger Jens Schmidt hat ebenfalls Berufung eingelegt. Er hatte auf Freispruch plädiert. Hintergrund war ein Verfahren gegen einen Rentner, der in erster Instanz wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt wurde, tatsächlich aber von der Polizistin mit einem anderen Fahrer verwechselt wurde.