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Fridays for Future- Saar-Sprecherin Susanne Speicher sagt Öko-Bündnis ab

„Bunt.Saar“ macht den Grünen Konkurrenz : Sprecherin von „Fridays for Future“ im Saarland sagt neuem sozial-ökologischem Bündnis ab

Susanne Speicher, Sprecherin von „Fridays for Future“ im Saarland, hat der Liste „Bunt.Saar“, die in den Landtag will, einen Korb gegeben. Andere Aktivisten der Jugend-Bewegung könnten aber mitmachen.

Die Sprecherin von „Fridays for Future“ im Saarland, Susanne Speicher, wird sich nicht an der neuen sozial-ökologischen Liste „Bunt.Saar“ beteiligen. Sie werde sich anderweitig engagieren, erklärte sie auf SZ-Anfrage. Wo genau, sagte sie nicht. In der Klimaschutzbewegung wird Susanne Speicher dem SPD-Lager zugerechnet. Der Initiator von „Bunt.Saar“, Henry Selzer, geht fest davon aus, dass auch Aktivisten von „Fridays for Future“ bei „Bunt.Saar“ mitmachen werden. Auch Susanne Speicher hält das für gut möglich.

An der Gründung des Vereins, der bis Mitte Januar die Liste für die Landtagswahl auf den Weg bringen soll und damit vor allem Anhänger der zerstrittenen Parteien Grüne und Linke umwerben will, waren teils führende Mitglieder aus Umwelt-, Verkehrs- und Sozialverbänden beteiligt. Der Verein wie auch die Personen betonen allerdings, dass diese sich nicht als Vertreter ihrer Verbände im neuen Bündnis engagieren, sondern als Privatpersonen.

Dem Vorstand des Vereins gehören neben Selzer, der im Saarland auch den Bundesverband Windenergie vertritt, unter anderem an: der Wirtschaftsprofessor Uwe Leprich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), die Geschäftsführerin des Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland, Ulrike Dausend, die frühere stellvertretende GEW-Landesvorsitzende und Vorsitzende des Hauptpersonalrats im Bildungsministerium, Anna Haßdenteufel, und Frank Lichtlein, der im „Grünen Bündnis Saar“ in der Vergangenheit den Widerstand gegen den früheren Grünen-Landeschef Hubert Ulrich organisierte. Andere Vertreter des „Grünen Bündnisses“ beteiligten sich nicht, weil sie hoffen, dass sich die Situation in der Partei bis zur Landtagswahl noch entscheidend ändert.

In den nächsten vier Wochen will der Verein nun an einem Programm und dem Aufbau einer Struktur arbeiten, wie Henry Selzer der SZ sagte.