Fridays for Future: Forderung nach Aus für Linienflüge Saarbrücken-Berlin

Kostenpflichtiger Inhalt: Fridays for Future : Harte Forderung – Linienflüge zwischen Saarbrücken und Berlin abschaffen

Die Schüler-Bewegung für mehr Klimaschutz appelliert an die saarländische Landesregierung, die regelmäßigen Verbindungen zu streichen.

Die Umweltschutzbewegung Fridays for Future im Saarland fordert von der Landesregierung, sich für bessere Zugverbindungen einzusetzen. Im Gegenzug sollen die Flüge zwischen Saarbrücken und Berlin eingestellt werden. Die Organisatoren der freitäglichen Schülerdemos begründen dies damit, dass Inlandsflüge „eine Quelle absolut vermeidbarer, klimaschädlicher Emissionen“ seien. „Wenn es die Landesregierung wirklich ernst meine mit dem Klimaschutz und der Erhaltung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen, solle sie lieber klimafreundliches Reisen fördern, anstatt Flugverbindungen zwanghaft aufrechtzuerhalten“, heißt es dazu in einem Schreiben der Umweltaktivisten.

Passagierzahlen hinter den Erwartungen

Dabei verweisen sie auf Passagierzahlen, die weit unter den Erwartungen des Anbieters Luxair liegen sollen. So erreiche die Luftfahrtgesellschaft nur 80 000 statt der erhofften 100 000 Reisenden pro Jahr. Darum wackle die Verbindung ohnehin: Es seit ungewiss, ob die Linie über März 2020 hinaus aufrechterhalten werde. Jetzt schon seien keine Flüge danach mehr zu buchen.

Ministeriumssprecher: zwei Standbeine

Der Sprecher des saarländischen Verkehrsministeriums, Julian Lange, reagierte ablehnend auf das Ansinnen der organisierten Klimaschützer, die zudem auf den von der Landeshauptstadt ausgerufenen Klimanotstand verweisen.„Die Landesregierung meint es ernst mit Klimaschutz und setzt sich mit voller Kraft für bessere Fernverkehrsanbindungen des Saarlandes ein – insbesondere auf der Schiene“, antwortet er auf SZ-Anfrage. So sei die neue ICE-Direktverbindung nach Berlin ein klarer Fortschritt.

Billigere Bahntickets gefordert

Aber auch der Flughafen bleibe eine wichtige Verbindung des Saarlandes beispielsweise in die Bundeshauptstadt Berlin, schreibt er. „Deshalb setzen wir uns für den Erhalt der Verbindung ein, für die wir einen Vertrag mit der Luxair haben.“ Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) sei es zudem ein wichtiges Anliegen, das Bahnfahren günstiger zu machen. So habe sie auf Bundesebene vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Fernfahrten der Bahn zu senken.“

Kritik an zu billigen Flugpreisen

. Vertreter des Ministeriums verhandeln zurzeit mit Luxair über den Fortbestand. Unterdessen verweisen die Friday-for-Future-Protestler mit Blick auf die Umwelt auf den „schon viel zu niedrigen Preis der Flugtickets“. Diesen wegen der geringen Buchungen nochmals zu senken, „wäre kontraproduktiv“.

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