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Folgen von Corona für Schüler im Saarland

Wie Saar-Parteien pandemiegebeutelten Schülern helfen wollen : Was plant die SPD, was die CDU für die Schulen?

Der Bund macht zwei Milliarden Euro zusätzlich für Kinder und Jugendliche locker. Wie viel Geld ins Saarland fließt, ist noch unklar.

Groß war die Freude am Mittwoch auch bei Saar-Politikern nachdem bekannt wurde, dass der Bund für dieses und kommendes Jahr zwei Milliarden Euro zusätzlich locker machen wird. Für Kinder und Jugendliche – und für die Folgen der Corona-Pandemie. Lernrückstände, soziale-emotionale Belastungen – die Liste der Probleme ist lang. Allein eine Milliarde Euro soll laut Beschluss des Bundeskabinetts in die Aufarbeitung von Lerndefiziten fließen. Im Rahmen von Sommercamps und zusätzlicher Nachhilfekurse, unterstützt von Vereinen, kommerziellen Anbietern oder auch pensionierten Lehrern und Lehramtsstudierenden.

Die zweite Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Projekte vorgesehen, die Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen. Auch in diesem Bereich müssten Krisenfolgen abgefedert werden. Es geht um mehr Geld für Sprachförderung in Kitas vor allem in sozialen Brennpunkten, um mehr Sozialarbeit an Schulen sowie eine Aufstockung von Freizeitangeboten und kostengünstigen Ferienfahrten.

Wie viel der zwei Milliarden ins Saarland fließt ist allerdings noch unklar. Ein großer Teil der Mittel wir den Ländern über die Umsatzsteuerverteilung bereitgestellt. Auch die Länder müssen einen Eigenanteil leisten. SPD wie CDU im Saarland drängen zur Eile. Sind beide doch bereits fleißig am Planen und stellen eigene Konzepte vor, wie sie die Finanzspritze gerne verwenden würden. Wie unterschiedlich – oder doch ähnlich – sind ihre Ideen? Vieles ist nämlich nicht sonderlich neu und wird seit Monaten diskutiert.

Entscheidend wird letztlich aber vor allem sein, wo die Schulen selbst Bedarfe sehen. Mit den Kommunen, den Kitaträgern, den Trägern in der Nachmittagsbetreuung, den Weiterbildungsträgern und weiteren Bildungsorganisationen möchte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) die nun zügig klären. Die CDU hatte am Mittwoch Vertreter der Schulgemeinschaft, Lehrer, Eltern und Schüler, zum runden Tisch geladen. Dabei wurde deutlich: Die Bundesmittel sollen nicht nur für Ad-hoc-Maßnahmen genutzt werden. Es brauche langfristig angelegte Konzepte.