Flughafen Ensheim: Konferenz der Großregion über Zusammenarbeit

Konferenz der Großregion : Wie kann das Saarland seinen Flughafen halten?

Viele Flughäfen in unmittelbarer Nachbarschaft buhlen um Kunden. Die direkte Konkurrenz innerhalb einer zusammenhängenden Region macht ihnen zu schaffen.

Luxemburg hat in Findel seinen internationalen Airport. Lothringen einen Flughafen in Metz. Im Elsass können Menschen in Straßburg-Entzheim, im Saarland in Saarbrücken-Ensheim abheben. Hinzu kommen noch die in Lüttich für die deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien sowie der Hauptstadtflughafen in Brüssel. Und für viele ist auch das Drehkreuz Frankfurt/Main oder Köln-Bonn ein adäquater Abflugsort.

Diese Dichte an Flughäfen im Südwesten macht den Betreibern zu schaffen. Nach wie vor wackelt der Fortbestand der Berlin-Verbindungen ab Saarbrücken. Denn die Airline Luxair ist alles andere als zufrieden mit den Passagierzahlen. Das saarländische Wirtschaftsministerium verhandelt zurzeit mit dem Anbieter, um die täglichen Flüge in die Bundeshauptstadt zu halten.

Unterdessen trifft die harte Konkurrenz andere Flughäfen in der Großregion ebenso. Darum kommen deren Vertreter an diesem Freitag (25. Oktober) zum Interregionalen Parlamentarierrat (IPR) in Luxemburg zusammen. Sie wollen über die Zukunft der Flughäfen beraten. Dabei steht auch mögliche Zusammenarbeit im Fokus. Vertreter der Flughäfen sollen ebenfalls bei dem IPR-Treffen dabei sein.

Weil es zudem um Beihilfen der Europäischen Union (EU) geht, die wegfallen sollen, werden auch Repräsentanten der Europäischen Kommission sowie der Regionalregierungen erwartet.

Die Präsidentschaft des IPR hat seit Jahresbeginn der saarländische Landtagspräsident Stephan Toscani (CDU). Er übernahm ihn turnusgemäß für zwei Jahre diesen Posten.

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