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Betrugsverdacht
Saar-Finanzministerium entbindet Beamten von seiner Aufgabe

 Gemeinsame Sache von Beamten und Arzt, um eine Krankenkasse zu betrügen? (Symbolbild)
Gemeinsame Sache von Beamten und Arzt, um eine Krankenkasse zu betrügen? (Symbolbild) FOTO: dpa / A3817 Tobias Hase
Saarbrücken. 58-Jähriger soll mit einem Arzt eine Krankenkasse betrogen haben. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Im Zusammenhang mit den Betrugsermittlungen gegen einen Arzt aus Blieskastel und 13 seiner Patienten hat das Finanzministerium einen leitenden Beamten von seinen Aufgaben entbunden. Der 58-Jährige soll mit dem Arzt gemeinsame Sache zum Nachteil der Krankenversicherung gemacht haben. Staatssekretär Ulli Meyer (CDU) bestätigte auf SZ-Anfrage, dass für den bisherigen Leiter des Personalreferats, der auch Vize-Chef der Zentralabteilung war, eine neue Verwendung gefunden werden soll. Der Regierungsoberrat, der dem früheren Finanzminister  Stephan Toscani (CDU) als persönlicher Referent gedient hatte, befinde sich derzeit in Urlaub, hieß es. Seine bisherigen Posten sollen nach Meyers Angaben schnellstmöglich neu besetzt werden. Der Anwalt des Beamten, Guido Britz, hatte angekündigt, dass sein Mandant mit der Staatsanwaltschaft kooperieren werde.