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Fast jeder zweite Saarländer will sich gegen Corona impfen lassen

Umfrage der Barmer Krankenkasse : Fast jeder zweite Saarländer will sich gegen Corona impfen lassen

Allerdings zweifelt laut einer Umfrage eine Mehrheit daran, dass die Impfstoffe sicher sind.

Fast die Hälfte der Saarländer will sich einer Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn der Impfstoff zugelassen ist. Damit liege die Impfbereitschaft im Saarland (49 Prozent) knapp unter dem Bundesdurchschnitt (53 Prozent), berichtet die Krankenkasse Barmer unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage.

„An der Impfung führt kein Weg vorbei, um die Corona-Pandemie zu überwinden. Es ein wichtiges Signal, dass sich die Mehrheit der Menschen im Saarland impfen lassen möchte“, sagte Dunja Kleis, die Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Mit der Impfung schütze man nicht nur sich selbst, sondern auch diejenigen, die sich nicht immunisieren lassen könnten.

Für rund jeden Vierten im Saarland (26 Prozent) kommt eine Coronavirus-Impfung laut Umfrage allerdings nicht in Frage. 15 Prozent schwanken demnach noch und antworten mit einem „vielleicht“ zu ihrer Corona-Impfbereitschaft.

Die Sicherheit der Impfstoffe wird von 60 Prozent der Befragten in dem Bundesland angezweifelt. Nur 35 Prozent vertrauen auf deren Sicherheit. Die meisten Saarländer (53 Prozent) möchten, dass zunächst medizinisches Personal die Corona-Impfung erhält. Ein Viertel (25 Prozent) spricht sich für eine Erstversorgung von Risikogruppen wie Ältere und chronisch Kranke aus.

Eine Verpflichtung zur Impfung gegen das Coronavirus lehnt eine Mehrheit von 68 Prozent im Saarland ab. Nur 22 Prozent befürworten sie. „Die Impfung gegen das Coronavirus soll freiwillig erfolgen. Aufklärung ist das beste Mittel für eine hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft in der Bevölkerung“, betont Kleis. Auch die verantwortlichen Politiker haben eine Impflicht ausgeschlossen. Die bisher bekannten Impfstoffe schützen nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus, sondern gegen die vom Virus übertragene Erkrankung Covid-19.