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Ex-Staatssekretär Alwin Brück (SPD) aus Heusweiler ist tot

Früherer Abgeordneter und Staatssekretär in Bonn : SPD im Saarland trauert um Ex-Bundespolitiker Alwin Brück

Der Heusweiler Sozialdemokrat war ein enger Verbündeter von Kanzler Helmut Schmidt, der ihn 1974 in die Bundesregierung holte. 25 Jahre lang vertrat er den Wahlkreis Saarbrücken II im Deutschen Bundestag.

Der frühere Heusweiler SPD-Bundestagsabgeordnete und Ex-Staatssekretär Alwin Brück ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 88 Jahren, wie die SPD Heusweiler mitteilte. Brück war über Jahrzehnte eine der prägenden Figuren der saarländischen SPD und ein Sympathieträger über die eigenen Parteigrenzen hinaus.

Der gelernte Journalist und frühere stellvertretende Chefredakteur der „Saarbrücker Allgemeinen Zeitung" vertrat die SPD von 1965 bis 1990 im Bundestag. Bei den Wahlen 1972, 1976, 1980 und 1987 holte er im Wahlkreis Saarbrücken II (Saarbrücker Umland und Teile des Landkreises Saarlouis) das Direktmandat. Von 1974 bis 1982 gehörte Brück als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Bundesregierung von Kanzler Helmut Schmidt (SPD) an. Im innerparteilichen Richtungsstreit der 70er und 80 Jahre stützte Brück als Mitglied der gewerkschaftsorientierten und eher konservativen Abgeordneten-Gruppierung „Kanalarbeiter“ stets den Kanzler.

Im Saarland war Brück 1952 an der Gründung der damals noch illegalen pro-deutschen Deutschen Sozialdemokratischen Partei (DSP) beteiligt. Ab 1960 saß er im SPD-Landesvorstand. Von 1956 bis 1967 war er auch Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Deutschlands (Die Falken). Von 1960 bis 1973 gehörte Brück dem Gemeinderat seines Heimatortes Holz an.