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Erster Coronavirus-Patient im Saarland ist Oberarzt an der Kinderklinik in Homburg

Kostenpflichtiger Inhalt: Lungenkrankheit Covid-19 : Erster Coronavirus-Patient im Saarland ist Oberarzt an der Kinderklinik in Homburg

Der erste Coronavirus-Patient im Saarland ist nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung“ ein Oberarzt der Uniklinik in Homburg.

Angeblich besuchte der Mediziner eine Tagung in Frankfurt. Einer der Referenten soll positiv auf das Virus getestet worden sein. Der Oberarzt der Kinderklinik des Homburger Uniklinikums soll nicht schwer erkrankt sein. Er wurde isoliert untergebracht. Sonntag und Montag war er in der Kinderklinik im Dienst. Der Krisenstab der Landesregierung tagt seit 17.30 Uhr in Saarbrücken, um 19 Uhr findet in der Staatskanzlei eine Pressekonferenz statt. Die SZ berichtet live.

Am Nachmittag war bereits der Krisenstab des Saarpfalz-Kreises zusammengetreten, dem unter anderem Vertreter des Landratsamtes, des Gesundheitsamtes und der Freiwilligen Feuerwehr angehören. Landrat Theophil Gallo (SPD) sagte der SZ, es gebe eine enge Abstimmung mit Gesundheitsministerin Monika Bachmann und ihrem Staatssekretär Stephan Kolling. „Wir stehen Gewehr bei Fuß, um die Sache so zu händeln, dass es ordentlich und ohne Zeitverzug läuft“, sagte Gallo.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) warnte vor Bekanntwerden der ersten Infektion im Saarland vor jeder Form von Panik. Es werde alles Menschenmögliche getan, um die Folgen im Griff zu behalten, sagte sie am Dienstagmittag vor der Presse.

Schon seit Wochen bereiten sich die Landesregierung sowie das gesamte Gesundheitswesen im Saarland intensiv auf alle denkbaren Szenarien vor. „Das Allerwichtigste ist, nichts zu verharmlosen, aber auch keine Angst zu schüren“, betonte die Ministerin. Die Bevölkerung werde jederzeit über den neuesten Stand informiert.

Gleichzeitig seien gleich mehrere Krisenstäbe rund um die Uhr im Einsatz und auch die Krankenhäuser alarmiert, allen voran der Winterberg in Saarbrücken sowie das Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Dort seien die Fachkräfte auch bereits für Fälle vorbereitet, in denen vom Virus betroffene Personen isoliert werden müssen.

Auch Jürgen Rissland, Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum und zugleich ein führender Spezialist für Mikrobiologie, Virologie sowie Infektionsepidemiologie, verwies auf den professionellen medizinischen Umgang mit dem Coronavirus. So habe gerade das Universitätsklinikum als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland nach der renommierten Charité in Berlin ein besonders strenges, zuverlässiges Testverfahren entwickelt. Bisher wurden in Homburg bereits 100 Verdachtsfälle aus der Region Saarland sowie Teilen von Rheinland-Pfalz getestet.

Ministerin Bachmann sowie ihr Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) verweisen auf bereits zahlreiche getroffene Maßnahmen, die es den Bürgerinnen und Bürgern im Saarland erleichtern sollen, mit der aktuellen Situation umzugehen. So wurde inzwischen eine Hotline geschaltet, die zu allen Anliegen und bei Fragen zur Verfügung steht. Die Nummer lautet (0681) 5 01 44 22.

Gleichzeitig hat die Landesregierung einen Krisenstab eingerichtet. Dieser tagt jeden Morgen spätestens um 8.30 Uhr mit einer Lagebesprechung und einer Einschätzung aktuellster Entwicklungen aus Europa, allen Bundesländern sowie dem Saarland. Diesem Krisenstab gehören mittlerweile auch weitere Vertreter aus allen Ministerien an, um rund um die Uhr jederzeit reagieren zu können. Zudem ist mittlerweile auch eine Task-Force aktiviert, die jeden Montag um 11 Uhr erforderliche Maßnahmen diskutiert. Ihr gehören Vertreter aus allen maßgeblichen Bereichen des saarländischen Gesundheitswesens an. Die Landesregierung orientiert sich bei allen Maßnahmen an einem bereits seit 2006 in Kraft getretenen Pandemieplan sowie an einem Plan, der detailliert Abläufe im Fall von auftretenden Seuchen regelt. Engste Kontakte bestehen nach Angaben von Bachmann mittlerweile auch zu den Landräten, Gemeinden und Bürgermeistern, um eventuell notwendig werdende Aktionen zu koordinieren. Darüber hinaus werden auch Altenpflege-Einrichtungen, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten ständig über die neusten Entwicklungen informiert.

Erste Meldung zur ersten Infektion mit dem Coronavirus im Saarland