Vorsorge gegen Umweltkatastrophen Umweltministerium warnt: Starkregen kann im Saarland jeden treffen

Saarbrücken · 42 von 52 saarländischen Gemeinden haben Konzepte zur Vorsorge gegen Starkregen in Auftrag gegeben oder erarbeitet. Denn Starkregen kann jeden treffen. Das Umweltministerium sieht die Saarländerinnen und Saarländer aber auch selbst in der Pflicht und stellt bei den Menschen eine Starkregen- und Flusshochwasser-„Amnesie“ fest.

 Starkregen-Schock im Sommer 2018 in Kleinblittersdorf: In der Gemeinde gibt es ein Starkregenvorsorgekonzept, damit Bürgerinnen und Bürger besser gewarnt werden können.

Starkregen-Schock im Sommer 2018 in Kleinblittersdorf: In der Gemeinde gibt es ein Starkregenvorsorgekonzept, damit Bürgerinnen und Bürger besser gewarnt werden können.

Foto: dpa/Becker & Bredel

42 von 52 Kommunen im Saarland haben Starkregenvorsorgekonzepte in Auftrag gegeben oder fertig erarbeitet. Das erklärte Sebastian Thul (SPD), Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz, in der Landespressekonferenz am Dienstag vor Journalisten. Ein sehr gutes Zeichen, so Thul, und mit den zehn verbliebenen Kommunen sei man in einem guten Dialog. Die saarländischen Gemeinden seien grundsätzlich sehr sensibilisiert und wollten Schutzmaßnahmen ergreifen. Seit Mai 2019 erstatte das Umweltministerium bis zu 90 Prozent der Kosten. Individuelle Vorsorgemaßnahmen würden mit bis zu 70 Prozent gefördert. Das Land habe bislang knapp zehn Millionen Euro in Baumaßnahmen investiert, drei Millionen davon seien allein in Vorsorgekonzepte geflossen.