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„Die Impfung ist und bleibt das beste Schutzschild"

Corona-Impfstoff : Tobias Hans will Freigabe von Astrazeneca für alle

Der Bundesgesundheitsminister will die Priorisierung für den Corona-Impfstoff aufheben. Unterstützung dafür bekommt er aus dem Saarland.

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) unterstützt das Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Priorisierung für den Corona-Impfstoff Astrazeneca aufzuheben. Somit könnten sich auch diejenigen, die derzeit noch nicht aufgrund von Alter, Vorerkrankung oder Beruf berechtigt sind, freiwillig mit dem Vakzin impfen lassen.

„Die Impfung ist für viele Menschen ein riesiger Hoffnungsschimmer“, sagte der Regierungschef. Er bekomme auch von vielen Saarländern die Rückmeldung, dass sie sich gerne mit Astrazeneca impfen lassen möchten. Hans: „Für mich ist klar: Wer über die Risiken aufgeklärt ist, sollte sich auch freiwillig für dieses Vakzin entscheiden können. Daher hat Jens Spahn für seine Pläne, die Priorisierung für Astrazeneca aufzuheben, meine vollste Unterstützung.“ Da die Versorgung im Falle eines Impfschadens im Saarland analog zu anderen Ländern bereits geklärt sei, könnte das Vakzin dann auch für alle, die es möchten, in den Impfzentren eingesetzt werden. „Die Impfung ist und bleibt das beste Schutzschild gegen Corona – wir sollten denjenigen, die es nutzen wollen, keine bürokratischen Steine in den Weg legen“, sagte der Saar-Ministerpräsident.

Spahn berät am heutigen Nachmittag mit den Gesundheitsministern der Länder über eine Freigabe von Astrazeneca für alle. Gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige eingesetzt. Andererseits gibt es viele Jüngere, die sich gerne damit impfen lassen würden, aber in der Impf-Reihenfolge noch nicht dran sind.

Spahn strebt neben der Freigabe von Astrazeneca für alle auch an, dass das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung mit dem Vakzin – derzeit zwölf Wochen – flexibler gehandhabt werden kann.