Der Landkreistag fordert vom Land mehr Geld für soziale Arbeit an Schulen

Ausbau der Schulsozialarbeit : Schulsozialarbeit braucht mehr Geld

Um die Schulsozialarbeit im Saarland auszubauen und weiterzuentwickeln, appelliert der Landkreistag (LKT) an die Landesregierung, ihren Anteil an der Finanzierung auf das Niveau der Landkreise und des Regionalverbands anzuheben.

Derzeit zahlten von den rund zehn Millionen Euro Gesamtausgaben für die Schulsozialarbeit die Landkreise 62 Prozent, die Landesebene nur 27,9 Prozent. Damit die Finanzierung gleich hoch wäre, müsste das Land seine Mittel um 3,4 Millionen Euro erhöhen. Dies sei notwendig, um die flächendeckende Ausdehnung der Schulsozialarbeit auszubauen. Neben einer „Basisversorgung“ an allen Schulen, müsse es an Schulen mit besonderen Herausforderungen eine zusätzliche Versorgung geben. Nach welchen Kriterien diese erfolgt, müsse gemeinsam mit dem Land zeitnah vereinbart werden. „Sozialpädagogische Begleitung wird immer wichtiger, damit das Lernen gelingen kann“, sagte der LKT-Vorsitzende, der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer (SPD). Gerade an Grundschulen müsse das Angebot ausgeweitet werden, um frühzeitig präventiv tätig sein zu können. Ausgangspunkt der Überlegungen zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit war die Kritik des Landesrechnungshofs an der unübersichtlichen Angebotsstruktur und der Finanzierung der Schulsozialarbeit. Seit Oktober 2018 tagt daher eine gemeinsame Steuerungsgruppe.

Mehr von Saarbrücker Zeitung