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Das Saar-Gesundheitsministerium rät zu Schutz vor Zecken.

Tipps gegen Zecken : Vorsicht vor bissigen Zecken im Unterholz

Das Saar-Gesundheitsministerium rät zu Schutz vor Zecken und gibt Tipps, was man bei einem Biss tun soll.

Wer durchs Grün wandert, dem drohen Zeckenbisse – sie können verschiedene Krankheiten übertragen, etwa die gefährliche Borreliose. Das saarländische  Gesundheitsministerin gibt deswegen einige Empfehlungen. Man sollte sich etwa nicht in hohem Gras oder im Unterholz aufhalten, den Lieblingsorten von Zecken. Ratsam ist eine Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen.

Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man den ganzen Körper absuchen. Zecken bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Bei Kindern sind Kopf, Haaransatz und Nacken häufig betroffen.

Zecken sollte man schnell entfernen, denn der Borreliose-Erreger braucht mindestens 12 Stunden, um in den menschlichen Organismus übertragen zu werden. Zum Entfernen empfehlen sich spezielle Zangen, Pinzetten, Schlingen oder Zeckenkarten. Anschließend sollte die Stichstelle in den Tagen danach kontrolliert und auf das körperliche Befinden geachtet werden. Auch ein Besuch beim Hausarzt ist ratsam.

Die beiden häufigsten Erkrankungen nach einem Zeckenbiss sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Gegen diese durch Zecken verursachten Krankheiten ist die Medizin „nur bedingt gerüstet“, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Bei einer FSME-Infektion kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche (bis zu 20 Tagen) entsteht bei etwa zehn Prozent der Infizierten eine Hirnhautentzündung. Eine spezifische Behandlungsmöglichkeit gibt es bis heute nicht. Aber es gibt einen wirksamen Impfschutz – deshalb empfiehlt das Gesundheitsministerium allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten werden, diese Schutzimpfung.

Bei einer  Borrelien-Infektion bildet sich um die Stichstelle eine Rötung oder es kommt zu Beschwerden. Bei einer Infektion hilft eine frühzeitige antibiotische Therapie, weitere Folgen zu vermeiden.