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ctt will Krankenhaus Lebach nicht verkaufen

Pläne der Knappschaft : ctt will Krankenhaus Lebach nicht verkaufen

Damit dürften sich Überlegungen des Knappschaftsklinikums zur Übernahme vorerst erledigt haben.

Die Cusanus-Trägergesellschaft Trier (ctt) will am Caritas-Krankenhaus Lebach festhalten. Der katholische Träger erteilte Überlegungen des Knappschaftsklinikums Saar zur Übernahme des Hauses eine klare Absage. „In Rücksprache mit der Geschäftsführung der ctt darf ich Ihnen mitteilen, dass von unserer Seite kein Interesse an dem Verkauf des Caritas-Krankenhauses Lebach besteht“, erklärte eine Sprecherin der SZ.

Die ctt verfolge ein kürzlich vorgelegtes strategisches Gesamtkonzept für den Standort Lebach. Gesprächen, die zur gemeinsamen Strukturverbesserung der medizinischen Versorgung geführt würden, stehe man „in partnerschaftlichem Umgang“ offen gegenüber. In enger Absprache mit dem Vorstand der Hildegard-Stiftung, also der Gesellschafterin der ctt, habe sich der Träger klar zum Erhalt des Krankenhauses positioniert. „Insofern besteht kein Interesse daran, den Standort in Lebach nicht eigenständig weiterzuführen oder gar zu verkaufen“, erklärte die Sprecherin.

Im März hatte die ctt noch beschlossen, wegen hoher Verluste die Schließung des Krankenhauses vorzubereiten. Im Mai folgte dann die überraschende Kehrtwende – in der Hoffnung, dass das Land seine Investitionszuschüsse für einen dringend benötigten Neubau deutlich aufstockt. Das Land will bis Oktober über ein Gesamtkonzept für das Nordsaarland entscheiden; dabei geht es auch um Lebach.

Das Knappschaftsklinikum, das die Krankenhäuser Püttlingen und Sulzbach betreibt und als wirtschaftlich gesund gilt, hatte dem Gesundheitsministerium angeboten, das Krankenhaus Lebach samt der Beschäftigten zu übernehmen. Eine mögliche Summe für die Übernahme hatte das Knappschaftsklinikum nicht genannt.