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Covid-19: Kliniken im Saarland können Coronavirus-Patienten versorgen

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Im Saarland können laut Gesundheitsministerium alle Krankenhäuser Coronavirus-Patienten abschirmen und behandeln.

In der Region ist bisher kein Coronavirus-Fall bekannt geworden. Solange ein Verdacht auf eine Infektion besteht, bringen Kliniken einen Patienten in einem Einzelzimmer unter.

Was aber, wenn ein Mensch nachweislich an Covid-19 erkrankt ist? Jedes Krankenhaus im Saarland sei in der Lage, entsprechende Patienten zu isolieren und zu versorgen, erklärt Michael Klein, der Sprecher des saarländischen Gesundheitsministeriums.

Das für Infektionskrankheiten zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt ein Isolierzimmer mit eigener Dusche und Toilette, „grundsätzlich zu bevorzugen“ sei ein Raum mit Schleuse oder eigenem Vorraum. Dort können Ärzte und Pfleger ihre Schutzkleidung ablegen und entsorgen. Das RKI hält Kliniken außerdem dazu an, Raumluftanlagen abzuschalten, falls darüber Luft in andere Patientenzimmer gelangen könnte.

Sind „spezielle Behandlungen“ erforderlich, werden Patienten laut Gesundheitsministerium ins Uniklinikum nach Homburg oder ins Klinikum Saarbrücken auf den Winterberg verlegt. Beide Häuser sind auf die Behandlung von Infektionskrankheiten spezialisiert.

Wie funktioniert der Krankentransport in solchen Fällen? Über einen speziellen Rettungswagen für hochansteckende Patienten verfügt das Saarland nicht – das RKI sieht ihn in seinen Empfehlungen auch nicht vor. Daher käme im Saarland ein normaler Rettungswagen zum Einsatz, der anschließend „außer Betrieb genommen“ werde, wie die Landesregierung kürzlich erklärte.

Was die stationäre Behandlung angeht, gibt es außerdem eine Vereinbarung des Saarlandes mit dem Land Hessen. Denn am Universitätsklinikum in Frankfurt befindet sich eine von deutschlandweit sieben Sonderisolierstationen, organisiert über den Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (Stakob) des RKI.

Unklar ist derzeit, wie die Kapazitäten der Krankenhäuser im Saarland aussehen, falls die Verdachtsfälle zunehmen oder Erkrankungen auch hier diagnostiziert werden. Im Landkreis Saarlouis schaut sich ein Kristenstab nach Immobilien um – für eine mögliche Unterbringung von Menschen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus abzuklären oder der Krankheitsverlauf mild ist.