1. Saarland
  2. Landespolitik

Coronavirus: Saarland erlässt Eltern im April Beiträge für Kita und Nachmittagsbetreuung

Wegen Kita- und Schulschließungen : Saarland übernimmt für April Elternbeiträge für Kita und Nachmittagsbetreuung

Um Familien zu entlasten, zahlt das Saarland im April die Elternbeiträge für die Kita-Betreuung und für die freiwillige Ganztagsschule. Davon können auch Familien profitieren, deren Kinder die Notbetreuung besuchen.

Für den Monat April müssen Familien im Saarland keine Beträge für die Kindertagesstätten und die Nachmittagsbetreuung der Freiwilligen Ganztagsschulen (fGTS) zahlen. Die Landesregierung habe sich mit Kommunen und den Trägern darauf verständigt, dass das Land für Kitas und fGTS-Träger die Einnahmeausfälle übernimmt, wenn Eltern in der Corona-Krise die Elternbeiträge nicht zahlen können oder wollen. Das teilte das saarländische Bildungsministerium am Dienstag mit. Diese Regelung gelte auch dann, wenn Kinder die Notbetreuung besuchen.

„Viele Eltern stehen vor großen Herausforderungen bei der Kinderbetreuung, viele haben wegen der Corona-Krise ernste wirtschaftliche Sorgen. Bereits jetzt haben viele Familien Schwierigkeiten, die KiTa- und FGTS-Elternbeiträge zu zahlen“, sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Durch die Übernahme der Elternbeiträge wolle man sowohl Familien als auch die Träger entlasten. „Denn auch nach dem Ende der Schließungen sind wir alle auf funktionierende KiTas und Ganztagsangebote angewiesen“, betonte die Ministerin.

Saar-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Foto: Christian Hell

Das Ministerium bittet Eltern, die durch die Corona-Krise keine finanziellen Einbußen haben oder deren Kinder an der Notbetreuung teilnehmen, aus Gründen der Solidarität den Beitrag weiter zu zahlen. Die Höhe der Kosten, die dem Land entstehen, nannte das Ministerium nicht.