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Coronavirus im Saarland: Diese Regierungsmitglieder ließen sich testen

Kostenpflichtiger Inhalt: Coronakrise im Saarland : Vier Saar-Regierungsmitglieder ließen sich auf das Coronavirus testen

Nur wenige Minister und Staatssekretäre im Saarland haben sich bisher auf das Coronavirus testen lassen. Für die Zeit der strengen Ausgangsbeschränkung hat sich das Kabinett verschiedene Dinge für die Freizeitgestaltung vorgenommen.

Im Saarland sind bisher alle auf das Coronavirus getesten Minister und Staatssekretäre coronafrei.

Allerdings haben sich bis Montagabend weder Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch der Chef der Staatskanzlei, Henrik Eitel, und der Regierungssprecher Alexander Zeyer sowie etliche andere Regierungsmitglieder testen lassen. Das teilte Regierungssprecher Zeyer auf SZ-Anfrage mit.

Unterzogen haben sich demnach einer Corunavirus-Testung – mit jeweils negativem Ergebnis – bisher aus der Saar-Regierungsriege nur Innenminister Klaus Bouillon, Gesundheitsministerin Monika Bachmann und ihr Staatssekretär Stephan Kolling sowie Finanz-Staatssekretärin Anja Wagner-Scheid (alle CDU). Die übrigen Saar-Minister und Staatssekretäre meldeten laut Regierungssprecher-Antwort „Fehlanzeige" auf die Frage, ob sie getestet seien. Aus dem Bildungsministerium gab es keine Angabe.

Auf die SZ-Anfrage hin gaben die Saar-Regierungsmitglieder auch einige Informationen darüber, wie sie selbst ihre Freizeit in der Corona-Krise verbringen und gegen möglichen Frust dabei ankämpfen. Ministerpräsident Hans betonte, er verbringe die wenigen freien Minuten am Tag mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern. Ähnlich äußerte sich auch Innenminister Bouillon.

Umweltminister Reinhold Jost (SPD) sagte, er nutze die wenige Zeit, um zu Hause selbst zu kochen und unterstütze die Eltern und Schwiegereltern bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Sein Tipp für Corona-Gefrustete: „Bewegung im Wald macht gute Laune – und Familien können sich auch wieder auf die guten alten Gesellschaftsspiele besinnen."

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) betonte, sie könne zumindest am Wochenende etwas Zeit mit ihrem zehnjährigen Sohn Paul verbringen: „Der vermisst allerdings eher die Fußballkumpels als die Schule.“

Finanzminister Peter Strobel (CDU) erklärte, er wandere in der Corona-Freizeit alleine oder zu zweit, lese ein Buch zur Entspannung und gab als Tipp auch: „Garten aus dem Winterschlaf wecken und Frühjahrsputz".

Justiz-Staatssekretär Roland Theis (CDU) will die „Garage aufräumen, wenn irgendwann Zeit ist" — und aus dem Saar-Gesundheitsministerium lassen Ministerin Bachmann und Krisen-Manager Staatssekretär Kolling verständlicherweise nur verlauten: „Die aktuelle Lage gestattet derzeit keinerlei Freizeit".