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Coronakrise: Bislang gibt es im Saarland keine Hinweise auf mehr häusliche Gewalt seit Ausgangsbeschränkung

Entgegen der Befürchtungen : Derzeit keine Hinweise auf Anstieg häuslicher Gewalt im Saarland

Seit dem Inkrafttreten der strengen Ausgangsbeschränkung im Saarland sorgen sich Experten, dass es zu mehr häuslicher Gewalt kommen könnte. Doch die Zahl der gemeldeten Fälle sei bislang nicht erhöht.

Derzeit gibt es im Saarland keine Hinweise auf den befürchteten Anstieg häuslicher Gewalt: Seit dem Inkrafttreten der strikten Ausgangsbeschränkungen sorgen sich Experten, dass es zu mehr häuslicher Gewalt kommen könnte. Doch bislang sind weder bei den Polizeieinsätzen mit Bezug zu häuslicher Gewalt noch bei den Beratungsstellen erhöhte Fallaufkommen festzustellen. Das berichtet das Sozialministerium.

Das Ministerium rät, im Zweifelsfall die Polizei zu rufen. Wer die Befürchtung habe, dass jemand in seinem Umfeld von häuslicher Gewalt betroffen sein könnte, solle diese Person möglichst diskret und einfühlsam kontaktieren und gegebenenfalls Hilfe anbieten. Für den Fall eines erhöhten Bedarfs an Schutzplätzen für Frauen und Kinder habe das Sozialministerium zudem zusammen mit dem Landkreistag bereits Vorsorge getroffen.

Auswahl regionaler Hilfsangebote

  • Den „Frauennotruf Saarland“ können betroffene Frauen unter der Telefonnummer (0681) 3 67 67 erreichen.
  • Migrantinnen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, können sich entweder telefonisch an den Verein „Aldona“ unter (0681) 37 36 31 oder an „Therapie interkulturell“ unter (0681) 37 35 35 wenden.
  • Das Hilfsangebot „SOS-Kinderschutz und Beratung Saar“ für Kinder und Jugendliche ist telefonisch unter (0681) 9100 70 erreichbar.
  • Das Landesbüro Saarland des Weißen Rings kann über die Nummer (0681) 67 31 9 kontaktiert werden.
  • Alle näheren Informationen sowie die Kontaktdaten der Frauenhäuser (insbesondere auch mehrsprachige Infoflyer) sind auf www.gewaltfrei.saarland.de zusammengefasst.
  • Auswahl überregionaler Hilfsangebote
  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist telefonisch unter (08000) 116 016 oder über die Webseite www.hilfetelefon.de erreichbar.
  • Das Hilfetelefon für „Schwangere in Not“ kann von Hilfesuchenden unter (0800) 40 40 020 telefonisch kontaktiert werden.
  • Kinder und Jugendliche können bei Problemen die „Nummer gegen Kummer“ unter 116 111 anrufen oder die Webseite www.nummergegenkummer.de besuchen. Das zugehörige Elterntelefon ist unter (0800) 111 0 550 zu erreichen.