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Corona-Teststellen im Saarland schließen wegen sinkender Nachfrage

Nur 200 Tests pro Tag : Drei Corona-Teststellen schließen wegen sinkender Nachfrage

Die Corona-Fallzahlen im Saarland sinken. Deshalb werden drei Teststellen ab dem 20. April geschlossen. Sie werden  nicht mehr benötigt. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. Geschlossen werden die Standorte Merzig, Homburg und St. Wendel.

Am Wochenende gibt es nur einen Teststandort in Saarbrücken. Zum Ausgleich kündigt die KV die Eröffnung von sechs Corona-Praxen an, die neben der Betreuung von Patienten auch Abstriche vornehmen sollen.

Die Praxen eröffnen in Saarbrücken, St. Wendel-Niederkirchen, St. Ingbert, Eppelborn, Wadern und Saarwellingen. Die Praxen sollen Hausärzte davor bewahren, Corona-Patienten behandeln zu müssen. „Die Nachfrage in den Teststationen ist dramatisch zurückgegangen. Derzeit testen wir knapp 200 Fälle pro Tag“, sagt Dr. Joachim Meiser, stellvertretender Vorsitzender  der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Teststationen seien selbst bei einem erneuten Aufflammen der Infektion so gut aufgestellt, dass bis zu 4000 Tests am Tag durchgeführt werden könnten. Außerdem lassen sich durch die Schließung dringend benötigte Ressourcen wie Schutzkleidung schonender einsetzen. Das Corona-Mobil ergänze das Angebot um Hausbesuche, wenn Betroffene unter Einschränkungen leiden sollten. Die Corona-Hotline 116 117 ist inzwischen mit „erfahrenen Ärzten“ besetzt.