1. Saarland
  2. Landespolitik

Corona: Saarland erleichtert Treffen mit Freunden

Corona-Pandemie : Saarland erleichtert Treffen mit Freunden

Die Landesregierung hat weitere Corona-Verbote gelockert. Die Infektions-Zahlen machten es möglich.

Die Landesregierung hat angesichts einer aus ihrer Sicht „sehr positiven“ Entwicklung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Saarland zurückgenommen. Nach einer neuen Rechtsverordnung, die Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vizeregierungschefin Anke Rehlinger (SPD) am Samstag vorstellten, sind ab diesem Montag (4. Mai) wieder mehr private Besuche möglich. So dürfen sich nun alle Angehörige zweier Haushalte privat treffen, wenn die beiden Gruppen Abstand halten. Möglich ist es damit etwa wieder, ein befreundetes Ehepaar einzuladen. Die Landesregierung geht damit über Lockerungs-Vorgaben des Saar-Verfassungsgerichtshofs von vergangener Woche hinaus.

Beim Einzelhandel kippt das Saarland zudem die von Bund und Ländern vereinbarte Grenze von 800 Quadratmetern, bis zu der Läden geöffnet haben durften. Dafür tritt nun die Vorgabe in Kraft, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 20 Quadratmetern im Laden aufhalten darf und der in der Verordnung geforderte Mindestabstand eingehalten werden muss. Dieser wurde mit Blick auf die Regeln in anderen Ländern von zwei auf 1,50 Meter verringert.

Die Ausgangsbeschränkung, die seit Mitte März das Verlassen der privaten Wohnung nur unter triftigen Gründen erlaubte, ist beendet. Das hatte die Landesregierung bereits vergangene Woche angekündigt – und war dazu vom Verfassungsgericht ermutigt worden. Die Lockerungen der Verordnung betreffen ab heute auch Museen, Zoos, Freizeitparks sowie Sport- und Spielplätze. Sie können unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes geöffnet werden. Das Gleiche gilt für Friseure, Kosmetiker, Piercing- oder Tattoostudios. Bei Schulen und Kitas strebt die Regierung an, dass sie alle Kinder und Jugendlichen noch vor den Sommerferien tageweise besuchen können. Auch Fort- und Weiterbildungseinrichtungen sowie die Hochschulen sollten wieder ihren Betrieb aufnehmen.