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Corona-Quarantäne: Saarland testet in Lebach neue Asylbewerber auf Covid19

Corona-Pandemie : Land nimmt alle neuen Asylbewerber in Lebach zunächst in Quarantäne

Damit sich Bewohner in der Landesaufnahmestelle in Lebach nicht mit dem Coronavirus infizieren, nimmt das Land alle neu angekommenen Asylbewerber zunächst in Quarantäne. Solange bis das Testergebnis vorliegt.

In der saarländischen Landesaufnahmestelle in Lebach wohnen viele Menschen auf verhältnismäßig engen Raum. Abstand halten ist nicht immer einfach. Deshalb sind auch unter den Bewohnern die Befürchtungen groß, dass sich das Coronavirus dort besonders schnell verbreiten könnte.

Um eine potentielle Ansteckung durch neue Bewohner zu vermeiden, werden seit März Asylbewerber, die in Lebach neu aufgenommen werden, systematisch getestet, unabhängig davon, ob sie Symptome aufweisen oder nicht. Bis das Testergebnis bekannt ist, werden sie für ein paar Tage in vier Räumen untergebracht, die für diesen Zweck extra geräumt wurden. Das teilte eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Sonntag auf Anfrage mit.

„Flüchtlinge, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören, wurden nun in Braunshausen untergebracht“, so die Sprecherin weiter. Dort haben sie am Donnerstag Zimmer im Gästehaus des Saarländischen Fußballverbandes und des Turnerbundes bezogen (wir berichteten). Es handelt sich dabei um 82 Menschen, die alle vor dem Einzug in die Ausweichunterkunft auf Corona getestet wurden. Sie sollen voraussichtlich 14 Tage dort bleiben und anschließend in verschiedene Kommunen verteilt werden.