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Corona-Krise: Saarländische Armutskonferenz kritisiert Stromsperren

Trotz Appell des Ministers : Saar-Armutskonferenz kritisiert Stromsperren

Die Saarländische Armutskonferenz (SAK) wirft Energieversorgern vor, während der Corona-Pandemie Stromsperren zu verhängen. Dies habe man „mit Entsetzen und Verwunderung“ zur Kenntnis genommen, teilte der Vorsitzende der Armutskonferenz Wolfgang Edlinger mit.

Durch die Stromsperre setze man Menschen aus einkommensschwachen Haushalten während der Krise lebensbedrohlichen Zuständen aus.

Damit ignorierten die Stromversorger auch die mehrfachen Appelle des saarländischen Verbraucherschutzministers Reinhold Jost (SPD) vom März 2020, während der Corona-Pandemie Stromsperren zu vermeiden. Anfang April hatte Jost mitgeteilt,dass im Saarland Stromsperren in Privathaushalten aufgehoben werden sollen. Dies hätten die Vorstände der der saarländischen Verbände der Kommunalunternehmen und der Energiewirtschaft zugesagt.

Die Saarländische Armutskonferenz fordert die Energieversorger auf, umgehend gemeinsam mit dem „Runden Tisch zur Vermeidung von Stromsperren“ nach sozialverträglichen Lösungen zur Verhinderung von Stromsperren zu suchen. „Auch Energieversorger haben in der derzeitigen Krise eine gesellschaftliche Verpflichtung, unverschuldet in Not geratenen Mitmenschen, mit sozialer Verantwortung zu begegnen“, sagte SAK-Vorsitzender Wolfgang Edlinger.