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Corona-Krise: Diese Läden bleiben im Saarland geöffnet

Corona-Krise : Diese Läden bleiben im Saarland geöffnet

Das Saarland hat in der Corona-Krise weitere Einschränkungen in Abstimmung mit dem Bund und den anderen Ländern beschlossen. Das erklärten die Spitzen der Landesregierung am Montag in Saarbrücken.

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) trat in der Staatskanzlei mit seiner Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) vor die Presse. Er berichtete von einer Telefonschalte mit der Bundesregierung und den Länderchefs zu weiteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Es gehe um ein „bundesweit einheitliches Ziel“. Maßstab für das Handeln könne erst in zweiter Linie die Zumutbarkeit sein.

Trotz aller Einschränkungen sollen eine Reihe von Geschäften und Betrieben geöffnet bleiben:

  • Supermärkte und Lebensmittelläden
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Sanitätshäuser
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Friseure
  • Zeitungskioske
  • Baumärkte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Großmärkte
  • Restaurants und Speisegaststätten (nur von 6 bis 18 Uhr)
  • Lieferdienste
  • Handwerksbetriebe und Dienstleister

Im Handel werden die Öffnungszeiten werktags auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr ausgeweitet werden, auch an Sonn- und Feiertagen wird das Einkaufen von 10 bis 15 Uhr möglich sein. Jedoch sollten Menschenansammlungen in den Läden vermieden werden, sagte Hans. Auch die Abstandsregeln solle man einhalten. Dienstleister und Handwerker könnten weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen, sagte der Regierungschef.

Nachdem die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits die Schließung von Bars, Clubs, Bordellen, Schwimmbädern und anderer Einrichtungen verfügt hatte, haben sich Bund und Länder auf noch weitreichendere Maßnahmen geeinigt. Vorübergehend geschlossen werden:

  • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Outlet-Center
  • Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen
  • Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros, Spezialläden
  • Bordelle
  • Sportanlagen (privat und öffentlich), Schwimm- und Spaßbäder, Fitness-Studios
  • Spielplätze

Verboten werden im Bund und in den Ländern:

  • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen
  • Veranstaltungen in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich
  • Busreisen
  • Zusammenkünfte in Gotteshäusern

„Es sind Maßnahmen, die derzeit notwendig sind und die keinen Aufschub dulden“, sagte Hans. Man mache sich insbesondere Sorgen um die kleineren und mittleren Betriebe im Land, räumte der Ministerpräsident ein. „Deswegen sind wir uns auch einig, dass es hier Maßnahmen bedarf, die zwischen Bund und Ländern abgestimmt sein müssen.“ Er spricht von „größtmöglicher Kulanz“ – etwa in steuerlichen Fragen.

Hans trat dem Eindruck entgegen, die Regierung schränke das Leben der Bevölkerung zu sehr ein. „Es ist keine Quarantäne für alle, es ist auch keine Ausgangssperre, die wir verhängen“, sagte er.