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Corona-Krise: Diese Hygiene-Regeln gelten an den Schulen im Saarland

Kostenpflichtiger Inhalt: Schutz vor Corona-Ansteckungen : Diese Hygiene-Regeln gelten an den Saar-Schulen

Zwei Meter Abstand, kein Singen und kein Sport, regelmäßiges Händewaschen – das schreibt das Bildungsministerium vor.

Das Bildungsministerium hat einen mit den Gesundheitsämtern abgestimmten „Musterhygieneplan zum Infektionsschutz in Schulen im Rahmen der Corona-Pandemiemaßnahmen“ vorgelegt. Die SZ fasst wichtige Punkte daraus zusammen:

Persönliche Hygiene

● Grundsätzlich müssen alle Schüler zwei Meter Abstand halten. Persönliche Berührungen, Umarmungen und Händeschütteln sind nicht gestattet.

● Die Hände sollen regelmäßig und sorgfältig mindestens 20 Sekunden lang mit Flüssigseife gewaschen werden.

● Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe sollen möglichst nicht mit der vollen Hand oder den Fingern angefasst werden.

● Husten und Niesen in die Armbeuge; es ist größtmöglicher Abstand zu halten, am besten wegdrehen.

● Schüler sind nicht verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz im Klassenraum zu tragen. Für das restliche Schulgelände, also auch in den Pausen, gilt hingegen eine Tragepflicht.

Hygiene in den Klassenräumen

● Die Tische in den Klassenräumen müssen so weit auseinandergestellt werden, dass der Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Pro Raum sind damit nur noch etwa zehn bis 15 Schüler erlaubt. Gruppenarbeit ist nicht möglich.

● Singen oder dialogische Sprechübungen, die Nähe erfordern, sind nicht gestattet.

● Mindestens nach jeder Unterrichtsstunde müssen die Fenster mehrere Minuten lang geöffnet werden.

● Türklinken und Griffe, Treppen- und Handläufe, Lichtschalter und Tische sollen besonders gründlich und nach Möglichkeit täglich gereinigt werden.

Hygiene im Sanitärbereich

● In allen Toilettenräumen müssen ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher vorgehalten werden. Zugangsregelungen zu den Toiletten müssen erstellt werden.

● Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen.

Sportunterricht

● Sportunterricht mit fachpraktischen Übungen darf nicht stattfinden, weil bei heftiger Atmung ein Abstand von zwei Metern für den Infektionsschutz nicht ausreicht.

Infektionsschutz vor und nach dem Unterricht und in den Pausen

● Bodenmarkierungen und Hinweisschilder können dabei helfen, dass Schüler sich im Schulgebäude und auf dem Schulgelände nicht zu nahe kommen.

● Möglich sind zeitversetzte Anfangszeiten für den Unterricht einzelner Klassen und Kurse.

● Vor und nach dem Unterricht müssen genügend Aufsichten da sein, die die Einhaltung der Abstandregelungen kontrollieren.

● Auf dem Pausenhof müssen Schüler einen Mund-Nase-Schutz tragen.

● Gruppenspiele, bei denen der Abstand nicht eingehalten werden kann, sowie die gemeinsame Nutzung von Spielgeräten sind in den Pausen verboten.

● Der Betrieb einer Mensa, eines Bistros oder einer ähnlichen Einrichtung mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ist nicht erlaubt.

Risikopersonen in der Lehrer- und Schülerschaft

● Alle Lehrkräfte sind grundsätzlich zum Dienst verpflichtet. Bei Lehrern, die einer Risikogruppe angehören (Schwerbehinderte, Schwangere, über 60 Jahre mit Grunderkrankungen) oder die mit Risikopersonen zusammenleben, wird auf eine Präsenzpflicht in der Schule verzichtet.

● Schülerinnen und Schülern mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit häuslichen Risikopersonen müssen nicht in die Schule kommen, der Schulleitung allerdings ein Attest vorlegen. Für diese Schüler soll es weiterhin Fernunterricht geben.

Abschlussprüfungen

● Schülerinnen und Schüler in Quarantäne oder mit akuten Atemwegssymptomen dürfen nicht an den regulären Prüfungen teilnehmen. Für sie gibt es Nachholtermine.

● Schülerinnen und Schüler mit einem höheren Risiko für schwere Krankheitsverläufe dürfen nur an Prüfungen teilnehmen, wenn besondere Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

● Zur Einhaltung des Abstandes können Prüfungsgruppen auf mehrere Räume aufteilt werden. Auch die Aula oder die Sporthalle kann genutzt werden.