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Corona-Impfungen im Saarland

Corona-Impfung im Saarland : Ministerium und Schulgemeinschaft rufen gemeinsam zur Impfung auf

„Jetzt gegen Corona impfen lassen und Solidarität zeigen!“ – So lautet ein gemeinsamer Aufruf des saarländischen Bildungsministeriums, von Lehrer- und Elternverbänden sowie Schülervertretung.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Lage, in der die Infektions- und Quarantänezahlen im Saarland weiter steigen,  appellieren das Saar-Bildungsministerium, Lehrer- und Elterverbände sowie Schülervertretung am Donnerstag „an die gesellschaftliche Solidarität und rufen gemeinsam dazu auf, sich gegen Corona impfen zu lassen“. Zu den Unterstützern zählen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Landesschülervertretung des Saarlandes (LSV), die Landeselternvertretungen der Gemeinschaftsschulen, die Landeselterninitiative für Bildung und die Lehrkräfte-Organisationen Verband Reale Bildung (VRB), der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen im Saarland (VLW) sowie der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen im Saarland (VLBS). Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV), der Saarländische Philologenverband und einige andere Elternvertretungen dagegen beteiligen sich nicht an dem Aufruf.

Die Impfung sei nach wie vor „das wirksamste Instrument, um diese Krise zu beenden“, heißt es in dem Appell. Die Impfung schütze nachweislich gut vor einem schweren Krankheitsverlauf und senke das Ansteckungsrisiko deutlich. „Es gibt keinen Grund, mit der Corona-Impfung länger zu zögern.“

Gerade Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hätten sich seit Beginn der Pandemie solidarisch gezeigt, „trugen und tragen eine große Last bei der Bewältigung der Krise“. Diese Solidarität werde von zu vielen Menschen noch nicht erwidert. „Wir bitten deshalb eindringlich alle, für die die Corona-Impfung empfohlen und möglich ist, sich endlich impfen zu lassen und sich so solidarisch zu zeigen“.

Schulschließungen von Innen durch eine hohe Zahl von Quarantäneanordnungen gelte es zu vermeiden. Die wachsende Zahl von Corona-Fällen und Quarantäneanordnungen habe deshalb bereits eine Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen notwendig gemacht. „Das belastet Kinder, Jugendliche und Beschäftigte an den Schulen. Die Pandemie geht uns alle an. Deshalb müssen wir alle handeln und uns solidarisch zeigen mit denjenigen, die erst viel später die Möglichkeit zur Impfung hatten oder sie bis heute nicht besitzen – die Kinder und Jugendlichen.“

Saar-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) erklärt: „Wer meint, bei der Corona-Impfung ginge es nur darum, das persönliche Risiko einer Infektion und einer schweren Erkrankung zu verhindern, der irrt leider.“ Es gehe nicht nur um einen selbst, sondern um alle. „Jede Impfung hilft uns, aus dieser Krise zu kommen. Jede Impfung hilft dabei, weitere Einschränkungen zu vermeiden – gerade auch für diejenigen, für die noch keine Impfung möglich und empfohlen ist.“ Der gemeinsame Aufruf sei deshalb  klar: „Lassen Sie sich impfen, verhalten Sie sich solidarisch und helfen Sie, diese Krise zu überwinden!“

Dazu seien neben den bestehenden Impfangeboten – insbesondere bei den niedergelassenen Ärzten und den Impfzentren – „auch erneut niedrigschwellige Angebote im schulischen Umfeld notwendig“.

Im Saarland liegt derzeit die Quote bei den Zweitimpfungen bei 74,6 Prozent, bei den Erstimpfungen bei 77 Prozent. Am höchsten liegt sie in der Altersgruppe der über 60-Jährigen (91 Prozent Erstimpfung, 90,3 Prozent Zweitimpfung). 78,9 Prozent der 18- bis 59-Jährigen haben die erste Impfung erhalten, 81,2 Prozent die zweite Impfung. 54,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren sind erstgeimpft, 48,7 Prozent zwei Mal geimpft. Insgesamt haben im Saarland bereits 9,3 Prozent der Bürgerinnen und Büger eine Booster-Impfung erhalten.