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Corona im Saarland: Magnus Jung kündigt neue Maßnahmen an

Infektionszahlen steigen an : Corona-Regeln im Saarland könnten nächste Woche deutlich verschärft werden

Die Inzidenz im Saarland steigt aktuell massiv an und ist mittlerweile mehr als doppelt so hoch wie auf Bundesebene. Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) zeigt sich am Freitag besorgt und kündigt an, in der nächsten Woche Maßnahmen zu ergreifen.

Die Corona-Lage im Saarland soll neu bewertet werden. Das kündigte das saarländische Gesundheitsministerium am Freitag an. Grund sei der rasante Anstieg der Neuinfektionen. Die Inzidenz im Saarland liegt mittlerweile bei 1541,2 (Stand: Freitag, 7. Oktober) – deutschlandweit nur bei 577,5. Die Neuinfektionen hätten aktuell vor allem Auswirkungen auf die Kliniken im Saarland, teilt das Gesundheitsministerium mit. Dort steige die Belastung der Intensivstationen durch die Belegung und den Personalausfall deutlich an. Die Lage sei „alarmierend“.

„Die Corona-Herbstwelle trifft das Saarland mit Wucht und die extrem schnelle Entwicklung des Infektionsgeschehens ist besorgniserregend“, sagte Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) am Freitag. Sowohl für das Gesundheitssystem als auch für die kritische Infrastruktur im Saarland sei die Situation angespannt. Es müsse mit einem weiteren Anstieg der Zahlen gerechnet werden. „In dieser Woche mussten bereits planbare Operationen erheblich reduziert werden, um den Personalausfall zu kompensieren. Deshalb prüfen wir derzeit alle Optionen, die Lage zu verbessern“, kündigt Jung weiter an.

Eine Änderung der saarländischen Corona-Rechtsverordnung im vorgegebenen Rahmen des Bundesinfektionsschutzgesetzes oder eigene Maßnahmen der Landesregierung unabhängig von der Rechtsverordnung seien möglich. Als Beispiele nennt Jung eine Maskenpflicht in Gebäuden der öffentlichen Verwaltung. „Ich möchte jetzt dringend an die Eigenverantwortung jeder Saarländerin und jedes Saarländers appellieren: Helfen Sie aktiv mit, das Pandemiegeschehen einzudämmen. Tragen Sie in Innenräumen eine Maske. Testen Sie sich vor dem Besuch von Veranstaltungen und vor privaten Treffen“, so Jung. Man solle sich außerdem gemäß der aktuellen Stiko-Empfehlungen impfen lassen und weiter die AHA-Regeln umsetzen.