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Corona im Saarland: Landkreis Neunkirchen bleibt bei einer Inzidenz von über 100

Zahlen des Robert-Koch-Instituts : Corona-Neuinfektionen im Saarland: Ein Landkreis bleibt bei einer Inzidenz von über 100

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland ist wieder leicht gestiegen. Ein Landkreis hat am dritten Tag hintereinander eine Inzidenz von mehr als 100 überstiegen.

122 neue Corona-Fälle hat das Robert-Koch-Institut (RKI) im Saarland innerhalb eines Tages registriert. 24 Stunden zuvor waren es 117. Diese Angabe machen die Experten am frühen Freitagmorgen, 24. September. Seit Pandemie-Beginn sind 47 022 Fälle zusammengekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland liegt nun bei  62,1 und ist damit zum Vortag leicht gestiegen. Am Donnerstag betrug sie noch 60,5. Das RKI meldet keinen weiteren Todesfall in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Saarland liegt bei 1048.

Der Landkreis Neunkirchen bleibt weiterhin an der Spitze der Neuinfektionen innerhalb einer Woche, auf 100 000 Einwohner hochgerechnet: 105,2. Im Vergleich zum Vortag ist die Inzidenz jedoch leicht gesunken. Der Saarpfalz-Kreis hat mit 31,1 (zuvor: 35,3) die niedrigste Inzidenz im Saarland (siehe Tabelle).

Im Landkreis Saarlouis und im Regionalverband Saarbrücken steigt der Inzidenzwert wieder, im Landkreis Merzig-Wadern stagniert der Wert. Im Landkreis St. Wendel sinkt der Inzidenzwert.

Zahlen für Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 62,5 an. Tendenziell geht die Zahl somit seit rund zwei Wochen zurück. Am Vortag hatte der Wert bei 63,1 gelegen, vor einer Woche bei 74,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9727 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.25 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 022 Ansteckungen gelegen.

Angesichts der Entwicklung hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kürzlich gemahnt, trotz sinkender Infektionszahlen die Ansteckungsgefahren nicht zu unterschätzen: „Auch letztes Jahr hatten wir um diese Jahreszeit eine solche Verschnaufpause. Wir sind also noch nicht durch.“

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 65 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 20 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 181 393 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,57 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.