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Corona im Saarland: Inzidenz steigt leicht an, Saarlouis deutlich über 100

Corona-Zahlen des RKI : Erneut hohe Zahl an Neuinfektionen im Saarland - ein Kreis jetzt deutlich über 100

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag 182 Neuinfektionen im Saarland gemeldet. Die Inzidenz steigt weiter stetig an, lediglich ein Kreis vermeldet deutlich sinkende Zahlen.

Die Inzidenz im Saarland steigt weiter leicht an und liegt erstmals seit Mitte Mai dieses Jahr wieder über 90. Für den heutigen Donnerstag meldet das RKI 182 neue Corona-Fälle für das Saarland innerhalb 24 Stunden und damit 44 756 Fälle insgesamt seit Pandemie-Beginn. Am Vortag hatte das RKI 229 Fälle gemeldet, am Montag waren es lediglich 24. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland liegt nun bei 90,9.

Das RKI meldet außerdem einen weiteren Todesfall in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Saarland steigt damit seit Pandemie-Beginn auf 1035.

Der Landkreis mit der höchsten Inzidenz ist seit Donnerstag Saarlouis. Dort steigt der Sieben-Tage-Wert auf 109,9 an. Auch der Saarpfalz-Kreis liegt weiterhin knapp über der Schwelle von 100. Der Landkreis Neunkirchen hat aktuell den niedrigsten Wert mit 57,2.

Die aktuellen Zahlen für Deutschland

Deutschlandweit ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen lag sie bei 76,9 - am Vortag lag der Wert bei 75,7. Vor einer Woche betrug er 66,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13 715 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 626 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 33 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 970 102 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100 000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Mittwoch gab das RKI den seit Wochen langsam steigenden Wert im Lagebericht mit 1,81 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3 750 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 256.