1. Saarland
  2. Landespolitik

Corona im Saarland: Inzidenz macht Sprung - Saarbrücken als Hotspot abgelöst

Aktuelle Informationen des RKI : Corona-Inzidenz im Saarland macht Sprung – Regionalverband als Spitzenreiter abgelöst

Nach zwei Tagen des leichten Rückgangs bei den Zahlen der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus im Sieben-Tage-Vergleich hat der Wert wieder kräftig zugelegt. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Sonntagmorgen mit. Gleichzeitig wird der Regionalverband Saarbrücken als die Region mit dem höchsten Wert im Land abgelöst.

Für den heutigen Sonntag (29. August) meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 144 neue Corona-Fälle für das Saarland und damit 44 277 Fälle insgesamt seit Pandemie-Beginn. Die Sieben-Tage-Inzidenz macht einen Satz nach oben und liegt nun bei 81,2. Am Samstag hatte sie bei 76,4 gelegen, am Freitag bei 77,1. Es hatte sich folglich eine leicht entspannte Tendenz abgezeichnet. Doch jetzt stieg die Zahl derer wieder, die sich – bezogen auf 100 000 Einwohner – binnen sieben Tage mit dem Virus infiziert hatten.

Die Zahl der in Verbindung mit der Krankheit Gestorbenen bleibt unverändert bei 1031.

Der Regionalverband Saarbrücken weist mit 96,5 nun nicht mehr den höchsten Wert im Saarland auf, obwohl auch hier der Wert geklettert ist. Am Vortag lag er laut RKI noch bei 94,4. Der Saarpfalz-Kreis überholte ihn bei den Neuinfektionen innerhalb einer Woche und erreicht aktuell 96,7. Am Samstag meldete das RKI noch 88,2. Am niedrigsten ist die Inzidenz weiterhin in Merzig-Wadern mit 51,2. Auch hier kletterte der Wert aber im Vergleich zum Vortag stark (43,4). Überhaupt legte der Wert ausnahmslos in allen saarländischen Regionen zu.

Inzidenz in Deutschland steigt weiterhin

Das RKI hat 8416 neue Corona-Positiv-Tests binnen eines Tages gemeldet. Das sind 1366 mehr als am Sonntag vor einer Woche, als 7050 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt demnach auf 74,1 – am Vortag hatte der Wert 72,1 betragen, vor einer Woche 54,5.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zwölf Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es drei Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 932 547 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 726 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 in Deutschland gestorben sind, stieg auf 92 130.