1. Saarland
  2. Landespolitik

Corona im Saarland: Anstieg der Inzidenz und viele neue Infektionen

Corona-Zahlen des RKI : Nach nur kurzer Verschnaufpause im Saarland – Infektionszahlen steigen sprunghaft an

Die Freude über einen sinkenden Inzidenzwert war nicht von langer Dauer. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwochmorgen (1. September) nach leichtem Rückgang tags zuvor auch bei den Neuinfektionen viele neue Fälle. Jetzt liegen sogar zwei Landkreise über dem 100er-Schwellenwert.

Das ist eine gewaltige Zunahme: Für den heutigen Dienstag meldet das RKI 229 neue Corona-Fälle für das Saarland innerhalb 24 Stunden und damit 44 574 insgesamt seit Pandemie-Beginn. Am Tag zuvor hatten die Experten lediglich 24, am Montag 44 neue Ansteckungen  gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland liegt nun bei 88,8. Auch da legte der Wert im Saarland erheblich zu. Am Dienstag hatte das RKI 80,1 als Inzidenz gemeldet, Montag hatte er bei 82,3 gelegen.  Außerdem starb ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamttodeszahl erhöht sich damit auf 1034.

Nach wie vor steht der Saarpfalz-Kreis bei dieser Angabe landesweit an der Spitze, übersteigt jetzt aber den 100er-Schwellenwert und liegt bei 101,7 (Dienstag: 96,7). Der Landkreis Saarlouis ist bei der Sieben-Tage-Inzidenz jetzt ebenfalls über 100 angelangt. Das RKI meldet am Morgen 101,2 nach 80,5 am Vortag.

Der Landkreis Merzig-Wadern hat weiterhin den niedrigsten Wert mit 65,7, macht aber auch einen großen Satz nach vorne (Dienstag: 51,2).

So haben alle saarländischen Regionen bei der Inzidenz zugelegt.

Auch in Deutschland: steigt die Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des RKI vom Mittwochmorgen lag sie bei 75,7 – am Vortag war der Wert seit längerer Zeit mal wieder gesunken und lag bei 74,8. Vor einer Woche betrug er 61,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13 531 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 561 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 39 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 956 387 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100 000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Dienstag gab das RKI den seit Wochen langsam steigenden Wert im Lagebericht mit 1,75 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wieder.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3 744 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 223.