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Corona-Erleichterungen für die Saarländer

Hans plant leichte Lockerung : Corona-Erleichterungen für die Saarländer

Spielplätze und Museen auf, Verkauf in großen Läden, Hoffnung für Wirte. Das Land probt vorsichtige Lockerung.

Eine Perspektive für Kinder, Eltern, Handel, Vereine und Gastronomie: Das Landeskabinett will an diesem Samstag Lockerungen von Corona-bedingten Beschränkungen beschließen. Zugleich stellte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) nach einer Schaltkonferenz mit seinen 15 Amtskollegen der Länder und der Bundeskanzlerin für die kommenden Wochen weitere Erleichterung in Aussicht.  Auch für die Gastronomie könnte es etwas Licht am Ende des Tunnels geben: Die Fachminister und die Staatskanzlei-Chefs seien beauftragt worden, ein Konzept für die Wiedereröffnung von Gaststätten zu erarbeiten. „Wir wollen über ein Konzept reden, das in etwa bis Pfingsten, bis Ende des Monats greifen kann“, sagte Hans. Das sei für das Saarland mit seiner hochwertigen Gastronomie besonders wichtig.

Derzeit sei es noch zu früh, die Auswirkungen der ersten, vor zwei Wochen beschlossenen Erleichterungen zu beurteilen. Bei der nächsten Sitzung der Bund-Länder-Runde am Mittwoch soll aber ein Konzept der Bildungsminister beraten werden, wie die Schulen den Unterricht für die weiteren Schulklassen wieder aufnehmen können – nachdem die Abschlussklassen bereits an diesem Montag wieder öffnen. Auch für Kitas und Kindergärten soll eine Perspektive aufgezeigt werden. Schon in der kommenden Woche könnten Spielplätze im Saarland unter Einhaltung von Hygiene-Konzepten wieder öffnen – ebenso wie Museen und Zoos.

Der Ministerrat wird am Samstag die Änderungen der aktuellen Rechtsverordnung beraten und dabei das Konzept der Ausgangsbeschränkung endgültig beenden, Kontaktverbote aber aufrechterhalten. Dabei sollen Urteile des Verfassungsgerichtshofes und der Verwaltungsgerichte berücksichtigt werden. Eine der Änderungen soll den Handel betreffen. Die Öffnung von Geschäften soll nicht mehr an die Größe der Verkaufsfläche gekoppelt werden, sondern an die Anzahl der Personen pro 20 Quadratmeter. „Wenn die Infektionszahlen sinken, können mehr Menschen ins Geschäft, wenn sie steigen, eben weniger“, sagte Hans.