CDU und SPD sichern Illinger Bürgermeister Armin König volle Solidarität zu

Nach Morddrohung : CDU und SPD sichern Illinger Bürgermeister Armin König volle Solidarität zu

Der Illinger Bürgermeister Armin König wird bedroht. Der streitbare CDU-Politiker erhält daher auch Unterstützung von politischen Mitbewerbern. „Erbärmlich“ und „absolut nicht hinnehmbar“ seien die Drohungen gegen den Rathaus-Chef.

Nach der Morddrohung gegen den Illinger Bürgermeister Armin König haben Parteifreunde und politische Konkurrenten ihre Solidarität mit dem CDU-Politiker ausgedrückt. CDU-Generalsekretär Markus Uhl erklärte, die Partei stehe voll und ganz hinter König. „Derartige Angriffe gegenüber politischen Mandatsträgern sind unerträglich und absolut nicht zu tolerieren“, so Uhl. Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den Dienst der Gesellschaft stellten, mit dem Leben zu bedrohen, sei eine Form von Gewalt, die keinen Platz in einer offenen und toleranten Gesellschaft habe. „Wir fordern eine schnelle und umfassende Aufklärung, sodass der Absender des Briefes ermittelt und mit allen Mitteln des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen wird.“

Wirtschaftsministerin und SPD-Landeschefin Anke Rehlinger teilte mit, immer häufiger würden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in ganz Deutschland bedroht, beschimpft und sogar körperlich angegangen. „Das ist absolut nicht hinnehmbar. Meine volle Solidarität mit Armin König und allen, denen es ähnlich geht!“ Solche Drohungen seien natürlich zuerst einmal ein Fall für Polizei und Justiz. „Aber auch der Umgang in unserer Gesellschaft miteinander und der Respekt vor dem jeweils anderen müssen wieder besser werden“, so Rehlinger.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Petry, der bis 2019 zehn Jahre lang Erster Beigeordneter der Gemeinde Illingen und somit Königs Stellvertreter war, schrieb: „Als Demokraten stehen wir zusammen. Dieser Feige Angriff auf Ihn ist erbärmlich! Ich hoffe, dass der oder die Täter schnell geschnappt werden. Wenn jemand etwas gehört hat (manchmal prahlt ja einer damit), kann sich gerne auch vertraulich an mich wenden.“

Die Staatsschutz-Abteilung beim Landespolizeipräsidium hatte ihre Ermittlungen wegen Drohschreiben gegen den Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) ausgeweitet (die SZ berichtete). Anlass ist ein anonymer Brief, der bei unserer Zeitung einging. Darin wird unter anderem Bezug auf die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) genommen und mit einem Mordanschlag auf König gedroht. Bereits am Donnerstag war im Illinger Rathaus ein Drohbrief eingegangen. In dem Umschlag war auch eine pulverartige Substanz, die sich als zerkleinerter Brühwürfel erwies. Das Rathaus war zeitweise für Besucher gesperrt. Am 17. Januar hatte es eine ähnliche Sendung an König gegeben.

Dieser hat sich oft bei aktuellen Themen zu Wort gemeldet, etwa mit Lob für Angela Merkels (CDU) Flüchtlingspolitik und Kritik an den Kosten des Saarbrücker Stadionbaus sowie am geplanten Grubenwasser-Anstieg.