Störffall auf Chemieplattform: Carling: CDU und SPD weisen Kritik der Grünen zurück

Störffall auf Chemieplattform : Carling: CDU und SPD weisen Kritik der Grünen zurück

Nach dem Störfall im Chemiewerk Arkema im lothringischen Carling haben CDU und SPD im Landtag die Kritik der Saar-Grünen zurückgewiesen. Der Grünen-Landeschef und Bundestagsabgeordnete Markus Tressel hatte am Montag die „grundsätzliche Haltung“ des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost (SPD) zur Chemieplattform bemängelt.

Die in den kommenden Jahren anstehenden Erweiterungen in Carling müssten deutlich kritischer begleitet werden, sagte Tressel. Frankreich sei ein souveränes Land, das seine Industrie- und Energiepolitik betreibe, wie man es für richtig halte, entgegnete am Montag der CDU-Fraktionschef Alexander Funk. „Wenn Herr Tressel der Meinung ist, dass er da mehr Erfolg hätte, kann er nach Carling oder Paris fahren und eine Lösung herbeiführen.“ Der SPD-Fraktionschef Ulrich Commerçon sagte: „Das ist dummes Zeug, was Herr Tressel da sagt.“ Das Umweltministerium wahre die Interessen der Saarländer sehr deutlich. Dagegen erklärte AfD-Fraktionschef Josef Dörr: „Das ist die negative Seite der sogenannten Frankreichstrategie.“ Die Franzosen hätten ein „gesundes eigenes Interesse“, sagte er: „An uns liegt denen natürlicherweise wenig.“ Oskar Lafontaine, der Chef der Linksfraktion, sagte, dass Carling „ein Dauerthema der deutsch-französischen Gespräche auf regionaler Ebene sein“ solle. Am vergangenen Donnerstag hatte ein Leck auf der Chemieplattform für einen beißenden Gestank im saarländischen Grenzgebiet gesorgt.

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