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Bundespolizei hindert im Saarland rund 100 Menschen an der Einreise

Kostenpflichtiger Inhalt: Grenzkontrollen wegen Corona-Krise : Bundespolizei hindert im Saarland rund 100 Menschen an der Einreise

An vier Grenzübergängen hat die Bundespolizei im Saarland feste Kontrollstellen eingerichtet. Die Grenze darf nur noch passieren, wer im Saarland arbeitet. Für den Nachweis gibt es jetzt ein einheitliches Formular, das der Arbeitgeber ausfüllen muss.

In den ersten Stunden nach der Grenzschließung hat die Bundespolizei rund 100 Menschen an der Einreise ins Saarland gehindert. Das berichtete Sprecher Karsten Eberhardt auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung. Sie konnten keinen triftigen Reisegrund angeben. Ihre Reifen wurden mit einem Kreuz aus Kreide vorne und hinten markiert, damit sie bei einer anderen Kontrollstation gleich erkannt werden können und nicht noch einmal überprüft werden müssen.

Seit Montagmorgen um 8 Uhr darf aus Frankreich und Luxemburg nur noch einreisen, wer nachweist, dass er in Deutschland arbeitet. Auf diese Weise soll eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. Die Bundespolizei im Saarland erhält derzeit Unterstützung von der Bundesbereitschaftspolizei aus Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz) und Duderstand (Niedersachsen). Sie hat folgende feste Kontrollstellen eingerichtet:

  • Grenzübergang A6 an der Goldenen Bremm, Saarbrücken
  • Grenzübergang Alte Bremm, Saarbrücken
  • Grenzübergang B269 neu, Überherrn
  • Grenzübergang A8, Perl

Am Montag reicht es zunächst noch, wenn Berufspendler einen Dienstausweis, eine Gehaltsabrechnung oder einen Parkausweis zeigen. Ab Dienstag müssen sie eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorlegen. Das saarländische Wirtschaftsministerium hat eine entsprechende Vorlage entwickelt. Das Dokument steht unter www.corona.wirtschaft.saarland.de zur Verfügung.

An kleineren Grenzübergängen gibt es keine ständigen Kontrollen, hier fließt der Verkehr ganz normal. Dort werde sporadisch kontrolliert, sagte Bundespolizei-Sprecher Eberhardt. Für die nächsten Tage kündigte er an, dass die Kontrollen intensiviert würden. Derzeit unterstützt die Landespolizei die Bundespolizei und leistet Amtshilfe.