Bundesparteitag in Karlsruhe Grüne stellen Liste für EU-Wahl auf – und Saarländer gehen leer aus

Karlsruhe/Saarbrücken · Dem nächsten EU-Parlament wird kein Grüner aus dem Saarland angehören. Der Bundesparteitag gab anderen Bewerbern den Vorzug.

Die Kandidaten der Saar-Grünen schafften es beim Bundesparteitag in Karlsruhe nicht auf die 40-köpfige EU-Wahl-Liste der Grünen.

Die Kandidaten der Saar-Grünen schafften es beim Bundesparteitag in Karlsruhe nicht auf die 40-köpfige EU-Wahl-Liste der Grünen.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Dem nächsten Europäischen Parlament, das am 9. Juni 2024 gewählt wird, wird kein Grünen-Vertreter aus dem Saarland angehören. Die Kandidaten der Saar-Grünen, der Jurist Max Jacobs (Saarbrücken) und die Förderschullehrerin Andrea Konter (Überherrn), schafften es beim Bundesparteitag in Karlsruhe nicht auf die 40-köpfige EU-Wahl-Liste der Grünen.

„Leider hat es nicht geklappt für das Saarland. Große Landesverbände haben die Listenwahl bestimmt“, sagte Jacobs. Nach Parteiangaben hatte Konter für Platz 10 der Liste kandidiert, Jacobs für Platz 16. Aktuell stellen die Grünen 21 EU-Abgeordnete.

Bisher nur eine Saarländerin im EU-Parlament

Bisher gehört dem Europa-Parlament nur eine einzige Saarländerin an: Manuela Ripa von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Sie geht 2024 als bundesweite Spitzenkandidatin ihrer Partei ins Rennen und hat daher Chancen, ihren Sitz – den aktuell einzigen der ÖDP – zu verteidigen.

Hoffnungen auf ein Mandat in Brüssel und Straßburg machen sich auch Christian Petry (SPD), Hanno Thewes (FDP) und Roland Theis (CDU). Diese Parteien haben ihre Listen für die EU-Wahl noch nicht aufgestellt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort