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Bachmann fordert Klarheit über Kliniken Ottweiler, Losheim und Lebach

Kostenpflichtiger Inhalt: Krankenhäuser in der Krise : Saar-Gesundheitsministerin fordert Klarheit über Kliniken Ottweiler, Losheim und Lebach

Die Marienhaus GmbH will ihr Krankenhaus in Ottweiler schließen. Unklar ist, wie es mit Lebach und Losheim weitergeht. Die saarländische Gesundheitsministerin verliert die Geduld mit den Trägern.

Nach Bekanntwerden der Schließungspläne für das Krankenhaus Ottweiler fordert Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) von den Trägern mehrerer saarländischer Kliniken Klarheit. Die Marienhaus GmbH und die Cusanus-Trägergesellschaft Trier (CTT) müssten Belegschaft und Bevölkerung „unverzüglich“ informieren, wie es um die Krankenhausstandorte in Ottweiler, Lebach und Losheim bestellt sei, erklärte Bachmann.

Marienhaus will Ottweiler bis zum Ende des Jahres 2021 schließen und die Fachabteilungen nach St. Wendel verlagern. Für Losheim hatte das Unternehmen im Jahr 2017 eine fünfjährige Bestandsgarantie gegeben. In Lebach sorgen sich Kommunalpolitiker, weil der Neubau des Bettenhauses längst hätte losgehen sollen und es völlig unklar erscheint, wie es dort weitergeht – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer möglichen Nordsaarlandklinik.

Bachmann erklärte, die Aussage der Marienhaus GmbH, die eine Schließung des Krankenhauses in Ottweiler zunächst weder bestätigen noch dementieren wollte, sei „nicht akzeptabel“. Sie hinterlasse mehr Fragen, als sie Antworten gebe. „Ich erwarte in den nächsten Tagen eine klare und deutliche Erklärung des verantwortlichen Klinikträgers, wie es mit dem Standort Ottweiler weitergehen soll“, so Bachmann.

Dem Gesundheitsministerium lägen keine Erkenntnisse vor, wonach eine Schließung bevorstehe. Zwar habe man zur Kenntnis genommen, dass der Träger keine Investitionsmittel für Ottweiler beantragt habe, er habe aber auch keine Investitionsmittel für eine Verlagerung des medizinischen Angebotes nach St. Wendel beantragt. „Hier ist der Träger in der Pflicht, endlich Klartext zu reden, wie er sich das medizinische Konzept vorstellt, wie der Zeitplan aussieht und was das für die Mitarbeiter bedeutet.“

Planungssicherheit der Träger erwartet Bachmann auch bezüglich der Krankenhäuser Losheim und Lebach. „Mit Blick auf die Versorgungsstruktur im Nordsaarland müssen und wollen wir endlich wissen, was die Marienhaus als Träger des Krankenhauses Losheim und die CTT als Träger des Krankenhauses Lebach wollen und vor allem wirtschaftlich, medizinisch und personell leisten können.“

Wenn trotz erheblicher Millioneninvestitionen der Landesregierung ein Standort nicht wirtschaftlich betrieben werden könne, müsse der Träger dies auch sagen. Die Mittel des Landes müssten nämlich dort eingesetzt werden, wo nachhaltig und in Zukunft medizinische Versorgung gesichert werde und nicht dort, wo trotz der Landeszuschüsse das Krankenhaus nicht ordnungsgemäß betrieben werden könne, weil Geld und Personal fehlten.