Wegen Ankerzentrum Lebach Flüchtlingsrat zeigt Innenminister Bouillon an (aktualisiert)

Saarbrücken/Lebach · Wegen der beengten Platzverhältnisse und einer möglichen Ausbreitung der Corona-Infektion hat der Saarländische Flüchtlingsrat Innenminister Klaus Bouillon (CDU) wegen fahrlässiger Körperverletzung und wegen Verstoßes gegen die saarländische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angezeigt. Das Innenministerium weist die Vorwürfe zurück.

 Das Ankerzentrum in Lebach ist Gegenstand einer Strafanzeige des saarländischen Flüchtlingsrates gegen Mitarbeiter des Innenministeriums und gegen Innenminister Klaus Bouillon (CDU).

Das Ankerzentrum in Lebach ist Gegenstand einer Strafanzeige des saarländischen Flüchtlingsrates gegen Mitarbeiter des Innenministeriums und gegen Innenminister Klaus Bouillon (CDU).

Foto: BeckerBredel

Im Ankerzentrum Lebach sind derzeit rund 1000 Flüchtlinge untergebracht, viele teilen sich Schlafräume, Küchen und sanitäre Anlagen. Ein Zustand, der nach Einschätzung von Peter Nobert, Mitglied im Vorstand des saarländischen Flüchtlingsrates, „in existenzieller Weise die Gesundheit der dort untergebrachten Flüchtlinge“ gefährde. Der Verein hat deshalb Strafanzeige gegen Innenminister Klaus Bouillon, die Abteilungsleiterin im Innenministerium (Abteilung B) Frau Monika Zöllner und den Leiter des Landesverwaltungsamtes Christof Hoffmann gestellt.