Anstieg des Grubenwassers wird ab 3. Juni erörtert

Antrag der RAG : RAG-Antrag wird ab 3. Juni in einem Großzelt erörtert

Im Genehmigungsverfahren zum geplanten Grubenwasseranstieg hat das Oberbergamt einen Erörterungstermin festgesetzt. Ab 3. Juni sollen in Ensdorf Stellungnahmen und Einwendungen behandelt werden, bevor das Oberbergamt später eine Entscheidung über eine Genehmigung fällt.

Der nicht-öffentliche Erörterungstermin werde bei Bedarf an den Folgetagen fortgesetzt, teilte das Oberbergamt mit.

Nach dem Ende des Bergbaus 2012 hat die RAG beantragt, in einer ersten Phase die Gruben der einstigen Bergwerke in Duhamel und Reden bis 320 Meter unter Null volllaufen zu lassen. Bisher wird das Grubenwasser abgepumpt. 128 öffentliche Stellungnahmen und 6882 Einwendungen sind eingegangen. Aufgrund der hohen Zahl an Einwendungen sei ein Ende des Erörterungstermins nicht abzuschätzen, hieß es. Bürger befürchten eine Verunreinigung des Grundwassers oder Erdbewegungen.

Der Termin wird in einem großen Zelt auf dem RAG-Gelände in Ensdorf stattfinden. Der Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) kritisierte das als Verstoß gegen das Neutralitätsgebot. Es sei völlig unverständlich, warum das Oberbergamt keine Halle auf neutralem Gebiet gemietet habe, sagte er. Davon gebe es genügend im Land. Das Oberbergamt teilte mit, man habe alternativ auch wegen Hallen oder Plätzen angefragt, diese seien aber für zusammenhängende Zeiträume von mehreren Wochen nicht verfügbar gewesen. Das Amt strebe „ein geordnetes, transparentes und zügiges Verfahren“ an.

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