Verbindungsbüro in Straßburg wird dicht gemacht Anke Rehlinger kritisiert Schließung von Goethe-Instituten in Frankreich

Saarbrücken/Straßburg · Immer wieder betonen Politiker, wie wichtig es sei, in Grenzregionen die Sprache des Nachbarlandes zu lernen. Doch der Sparkurs des Goethe-Instituts setzt vor allem in der Region Grand Est andere Zeichen.

Das Goethe-Institut wird umstrukturiert – zum Nachteil französischer Standorte.

Das Goethe-Institut wird umstrukturiert – zum Nachteil französischer Standorte.

Foto: dpa/Fabian Sommer

Das Goethe-Institut richtet sich neu aus. Einige Standorte fallen der Umstrukturierung zum Opfer. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Elysée-Vertrags ist jetzt bekannt geworden, dass im nächsten Jahr auch mehrere Goethe-Institute in Frankreich geschlossen werden. Betroffen sind die Standorte in Lille, Bordeaux und das Verbindungsbüro in Straßburg. Dabei wird von Politikern, vor allem in den Grenzregionen, immer wieder betont, wie wichtig der Spracherwerb sei, um mit dem Nachbarland zusammenzuarbeiten. Die Zahl der Franzosen, die Deutsch in der Schule lernen, ist seit Jahren rückläufig. In den Goethe-Instituten haben auch Erwachsene die Möglichkeit, Sprachkurse zu besuchen und mit der deutschen Kultur in Berührung zu kommen. Im vergangenen Jahr war das Angebot des Goethe-Instituts im südfranzösischen Toulouse, wo auch Airbus angesiedelt ist, bereits eingeschränkt worden.