Anhänger der Werte-Union im Saarland schütteln über Tobias Hans den Kopf

Kostenpflichtiger Inhalt: Richtungsstreit in der CDU : Anhänger der Werte-Union schütteln über Hans den Kopf

Die Anhänger der konservativen Werte-Union im Saarland fühlen sich durch Aussagen von CDU-Landeschef Tobias Hans ausgegrenzt.

Hans hatte der SZ gesagt, ein Bekenntnis zur Werte-Union sei „eine Beleidigung für alle CDU-Mitglieder“, denn die Partei mache Politik auf dem Fundament christdemokratischer Werte. Dazu brauche es keine Werte-Union.

Der Landesvorsitzende der rund 30 Mitglieder (Stand: 2018) zählenden Werte-Union, Jörn Buchholz, teilte auf Anfrage mit, er habe „mit großem Unverständnis“ auf die Aussage reagiert. Die Werte-Union vertrete „die bürgerliche Mitte, die die CDU in den letzten Jahren aus den Augen verloren hat“. Sie lehne jegliche Zusammenarbeit mit Linken und AfD ab, sei pro-europäisch, behalte bei Umwelt- und Klimaschutz Arbeitsplätze und Wirtschaft im Blick, stehe für innere Sicherheit und kontrollierte Zuwanderung. „Wie kann das für CDU-Mitglieder beleidigend sein?“, fragte Buchholz. „Ich hielte einen innerparteilichen Diskurs für wesentlich wichtiger und zielführender als eine solche Form der Ausgrenzung.“

Buchholz will sein kommunalpolitisches Engagement trotz des Konflikts fortführen und sich weiter für die CDU Saar einsetzen. „Denn die CDU ist und bleibt meine Partei“, sagte Buchholz. Deshalb setze er auf Dialog und eine Politikwende innerhalb seiner Partei. „Ausgrenzung anderer demokratischer Meinungen ist der falsche Weg und einer Volkspartei nicht würdig.“