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Alle Lehrer im Saarland sind jetzt über Dienst-Mails zu erreichen

Nach Einigung mit Personalräten : Alle Saar-Lehrer sind jetzt über Dienst-Mails zu erreichen

Viele Lehrkräfte nutzten bisher private Adressen, um mit Schülern oder Eltern zu kommunizieren. Das soll nun ein Ende haben. Doch ein Verband beklagt zum Start der neuen Adressen Probleme bei der Handhabung.

Die rund 9000 Lehrer im Saarland können erstmals einheitliche dienstliche E-Mail-Adressen nutzen. Das Bildungsministerium und die Hauptpersonalräte aller Schulformen haben dazu die Dienstvereinbarung „E-Mail für Lehrkräfte“ unterzeichnet. Seit wenigen Wochen können die Adressen, die nach dem Muster vorname.nachname@schule.saarland aufgebaut sind, laut Ministerium genutzt werden.

Die neuen Adressen samt elektronischen Postfächern, die über landeseigene Server laufen und von allen Endgeräten mobil abgerufen werden können, dienen dem dienstlichen E-Mail-Verkehr von Lehrkräften mit Schülern, Kollegen und Eltern.

Bisher hatten Lehrer für diesen Zweck entweder ihre privaten Mail-Adressen genutzt oder sich auf eigene Faust Mail-Adressen für den dienstlichen Gebrauch angelegt. Zudem hatten viele Schulen und Schulträger für ihre Lehrer E-Mail-Adressen eingerichtet. Dies soll künftig unterbleiben.

„Die neuen dienstlichen E-Mail-Adressen bringen den Vorteil, dass jetzt alle Lehrkräfte rechtssicher und datenschutzkonform im Landesdatennetz untereinander sowie mit den Behörden kommunizieren können“, teilte das Bildungsministerium auf Anfrage mit.

Die E-Mail-Adressen werden über ein Modul in der landeseigenen Bildungscloud Online-Schule Saarland (OSS) abgerufen. Der Saarländische Philologenverband (SPhV) beklagt dabei Handling-Probleme: Die Mails seien nicht über E-Mail-Programme wie Outlook, sondern nur über die Weboberfläche der OSS abrufbar, sagte SPhV-Chef Marcus Hahn. Zudem mache die Umstellung den Schulen Schwierigkeiten, weil es für Funktionsadressen wie schulleiter@schule-xyz.de oder sekretariat@schule-abc.de bisher keine Lösung gibt.

Diese Funktionsadressen sollen nach Angaben des Bildungsministeriums ebenfalls umgestellt werden. „Hierzu laufen derzeit Abstimmungen mit den Schulträgern. Vor deren Ende werden selbstverständlich keine aktuell genutzten Funktionsadressen der Schulen abgestellt werden“, erklärte das Ministerium.