AfD wollte alle Vornamen wissen: So heißen die deutschen Messer-Täter

Antwort auf Anfrage der AfD : So heißen die deutschen Messer-Täter

Die AfD-Fraktion im Landtag wollte alle Vornamen wissen. Jetzt hat die Landesregierung ihr geantwortet.

Die Landesregierung hat die Vornamen von hunderten Messer-Tätern deutscher Staatsangehörigkeit offengelegt. Dies hatte die AfD-Fraktion im Landtag in einer schriftlichen Anfrage gefordert. Eine Sonderauswertung der saarländischen Polizei hatte im vorigen Jahr ergeben, dass 70 Prozent der Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, bei denen von Januar 2016 bis April 2018 Messer im Spiel waren, von Deutschen ausgingen – dementsprechend 30 Prozent von Ausländern. Erfasst wurden Fälle, in denen ein Messer entweder zum Einsatz kam, um einen anderen Menschen zu verletzen oder zu bedrohen, oder das Messer griffbereit mitgeführt wurde (zum Beispiel bei Ladendiebstählen oder Drogendelikten).

Die AfD hegte allerdings den Verdacht, dass unter den 842 deutschen Tätern zahlreiche Migranten mit deutschem Pass sein müssen. Also fragte sie die Landesregierung nach Häufungen bei Vornamen. Die Landesregierung listete in ihrer Antwort daraufhin die 13 häufigsten Vornamen in der Messer-Statistik auf. Michael, Daniel und Andreas führten die Rangliste an – keiner der 13 häufigsten Vornamen entstammt einem anderen Kulturkreis.

Daraufhin bohrte die AfD nach. Von 842 Fällen deutscher Staatsangehöriger in der Statistik würden 193 Fälle auf 13 „für die Landesregierung anscheinend indigen deutsche Namen verteilt“ – was sei mit den restlichen 649 Fällen und Vornamen, fragte die AfD. Was solle der Öffentlichkeit vorenthalten werden? Die Fraktion fragte nach den Vornamen aller 842 deutschen Täter.

Diesmal listet die Landesregierung 698 Namen auf, die allermeisten sind in Deutschland üblich, nur vereinzelt dürfte es sich um Migranten mit deutschem Pass handeln. 144 Vornamen konnte die Regierung nach eigenen Angaben aus Datenschutzgründen aber nicht offenlegen. Denn in diesen Fällen seien die Vornamen so selten, dass sie auf eine Person bezogen werden könnten.

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