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AfD im Saarland: Rassismus wird aufgebauscht

Aktuelle Debatte : AfD: Rassismus wird aufgebauscht

Als einzige Fraktion im Saarland sieht die AfD keine nennenswerten Probleme mit Rassismus in Deutschland. Probleme würden oft „künstlich geschürt“ und „hochgespielt“, sagte Fraktionschef Josef Dörr.

„Was ich um mich rum sehe in Quierschied, gibt es da keinen Rassismus.“ Ein Unternehmer habe mal einen schwarzen Jungen adoptiert, mit dem die Bevölkerung überhaupt keine Probleme gehabt habe. Dörr sagte, es gebe immer wieder Leute, die „Rassenhass“ und „Rassenprobleme“ zum Thema machten. „Da muss man auch mal fragen, ob das nicht die eigentlichen Rassisten sind.“ Zusätzliches Geld für den Kampf gegen Rassismus lehnt de AfD ab. Mit Blick auf den Mordversuch an einem Studenten aus Gabun am Samstag in Saarbrücken stellte Fraktionsvize Rolf Müller das von der Generalstaatsanwaltschaft vermutete rassistische Motiv infrage und verwies auf mögliche Drogenprobleme des Täters. „Vielleicht war er in diesem Augenblick gerade mal wieder benebelt und hat den Erstbesten angegriffen“, sagte Müller.

Jochen Flackus (Linke) forderte mehr Mittel und neue Projekte im Kampf gegen den Rassismus. Eugen Roth (SPD) sagte, der Kampf gegen Rassismus sei „eine Frage der inneren Haltung“ und nicht nur des Geldes. Das beginne mit der Auswahl des Lehrpersonals an den Schulen. Bernd Wegner (CDU) sprach von einem sehr wichtigen Thema, für das die Polizei und andere staatlichen Stellen sensibilisiert würden.